08. April 2016, 11:01 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In seiner Monatsreihe „Oscar 2016“ präsentiert das Kommunale Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag/Montag, 10./11. April, „The Danish Girl“ von Tom Hooper (Gehörlosen-App verfügbar!). In der Reihe „Kino global“ folgt am Dienstag, 12. April, die Dokumentation „Iraqi Odyssey“ von Samir. Am Mittwoch, 13. April, steht das Drama „Der Chor – Stimmen des Herzens“ auf dem KoKi-Programm.
Von Sonntag bis Dienstag finden die Veranstaltungen im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) statt und beginnen im Normalfall am Sonntag um 12.45 Uhr und ansonsten um 18 und 20.30 Uhr. Mittwochs finden die KoKi-Vorstellungen in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) ab 19.30 Uhr statt.
Basierend auf der wahren Geschichte des Malers Einar Wegener (1882-1931), der sich als einer der ersten Menschen einer geschlechtsangleichenden Operation unterzog und Lili Elbe wurde, beleuchtet Regisseur Tom Hooper in seinem Film „The Danish Girl“ nicht nur sensibel die Transgender-Thematik, sondern erzählt auch berührend von einer bedingungslosen Liebe. Ausgezeichnet u. a. mit einem „Oscar“ 2016 in der Kategorie „Beste Nebendarstellerin“ (Alicia Vikander) sowie mit dem FBW-Prädikat „besonders wertvoll“. — Kopenhagen in den 1920er-Jahren. Der gefeierte dänische Landschaftsmaler Einar (Eddie Redmayne) und die weitgehend unbekannte Porträtzeichnerin Gerda (Alicia Vikander) sind ein junges, glücklich verheiratetes Paar, das ein bewegtes Künstlerleben führt. Als Einar eines Tages kurzerhand die Rolle von Gerdas weiblichem Modell übernimmt, findet das daraus resultierende Bild ungemeinen Anklang. Es entstehen weitere, viel beachtete, Porträts, für die Gerdas Ehemann in Frauenkleidern posiert. Derweil fühlt sich Einar mehr und mehr zu seiner femininen Seite hingezogen und wagt sich bald auch öffentliche Auftritte, bei denen er vorgibt, Lili zu sein. Schließlich wird ihm bewusst, dass er endgültig im Körper einer Frau leben möchte – eine Erkenntnis, die Einars Ehe mit Gerda vor eine großen Herausforderung stellt.
Wütende Kriegserklärungen bärtiger Männer, weinende Frauen in schwarzen Gewändern und zerstörte, staubige Landschaften – diese Bilder bestimmen überwiegend die westlichen Nachrichten aus dem Irak. Dass es auch andere, deutlich hoffnungsvollere Zeiten gab, zeigt der aufschlussreiche und fesselnde Dokumentarfilm „Iraqi Odyssey“ des irakischstämmigen Regisseurs Samir. Der Filmemacher ist zu einigen seiner überall auf der Welt verstreuten Verwandten gereist, um in Interviews, die er mit interessantem historischen Bildmaterial anreichert, persönliche Erinnerungen lebendig werden zu lassen und gleichzeitig zu ergründen, warum sich der einst so fortschrittliche Irak zu einem von Bürgerkriegen und Armut zerrissenen Land entwickelt hat. Ausgezeichnet u. a. beim Filmfestival in Abu Dhabi 2014 mit dem „Best Asian Film Award“.
„Der Chor – Stimmen des Herzens“ ist ein bewegendes Drama um einen jungen Außenseiter, der durch die Entdeckung seiner großen musikalischen Begabung einen Weg findet, die Weichen für eine bessere Zukunft zu stellen. — Der Zwölfjährige Stet (Garrett Wareing) gerät aufgrund seiner Aggressivität oft in Schwierigkeiten. Seine alkoholkranke Mutter Debbie (Erica Piccininni) und auch seine Lehrer kommen nicht an ihn ran. Die Schulleiterin Ms. Steel (Debra Winger) erkennt jedoch eines Tages das verblüffende Gesangstalent von Stet. Sie bittet Carvelle (Dustin Hoffmann), den Chorleiter eines renommierten Musikinternats, um ein Vorsingen für den Jungen. Bald schon erkennt auch Carvelle Stets ungewöhnliches Talent und möchte dem Jungen helfen.
Der Eintritt kostet 5 Euro für eine Vorstellung bzw. 45 Euro für die 10-er Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber/-innen erhalten Ermäßigungen.