17. März 2016, 16:45 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Gelsenkirchen als Gesprächsstoff auf der Immobilienmesse EXPOREAL in München, Erwähnungen in der Süddeutschen Zeitung, großes Interesse in den umliegenden Nachbarstädten bis hin zum Modell für eine ruhrgebietsweite ähnliche Kampagne – diese Reaktionen waren schon früh Indizien für die Wirkung der ersten Kampagne für den Wirtschaftsstandort Gelsenkirchen, die Ende letzten Jahres gestartet wurde. „Das war ein guter erster Aufschlag, mit dem wir den Wirtschaftsstandort Gelsenkirchen bundesweit auf die Landkarte gesetzt haben“, resümiert Wirtschaftsförderungsdezernent Dr. Christopher Schmitt entsprechend.
Die detaillierte Bilanz der ersten Welle der Wirtschaftskampagne mit dem Slogan „Mit uns wird’s was.“ wurde am Donnerstag im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Beschäftigung und Tourismus (WBT) präsentiert. Die erhobenen Zahlen und Leistungswerte konnten den guten ersten Eindruck bestätigen.
„Unser Ziel war es, die Sichtbarkeit, die Präsenz und die Relevanz von Gelsenkirchen als Standort in den Köpfen unserer Kernzielgruppe, der Wirtschaftsentscheider, zu erhöhen. Und man kann sagen, dass uns das gelungen ist“, so Markus Schwardtmann, Leiter der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit der Stadt, zusammenfassend.
Mit einem umfassenden Mix ganz unterschiedlicher Maßnahmen von Print-, Online-, Out of Home-Kampagne bis zu Mailings, Broschüren und Social-Media-Aktivitäten wurden im „heißen“ Kampagnenzeitraum September/Oktober 2015 insgesamt über 51 Mio. Kontakte generiert. „Das ist eine Größenordnung, in der wir als Kommune bislang noch nie agiert haben“, so Schwardtmann.
Allein die 13 Anzeigenschaltungen im Handelsblatt sind über 6 Mio. mal gesehen worden. Hier konnte eine begleitende Marktforschung auch erste Aufschlüsse über die Wirkung liefern. Gelsenkirchen hat dabei Eindruck hinterlassen. Über die Hälfte der befragten Leser konnte die Marke Gelsenkirchen zuordnen und erinnern.
Auch online hat die Kampagne ihre Wirkung nicht verfehlt. Im Kampagnenzeitraum sind die Zugriffe auf den Bereich Wirtschaft der städtischen Internetpräsenz um 600 bis 900 % gestiegen. Ursächlich dafür verantwortlich war die Kampagnensite www.mitunswirdswas.de, die in diesem Bereich liegt. Über 13.000 Besucher sind allein über die Online-Banner-Werbung in Wirtschafts- und Entscheidermagazinen wie capital.de, impulse.de oder spiegel.de auf die Kampagnenwebsite gelangt, was einen bewussten Click und damit ein ernsthaftes Interesse voraussetzt.
Auch für die Online-Kampagne liegen Auswertungen vor. So konnte in einer kampagnenbegleitenden Befragung Aufschluss darüber gewonnen werden, ob Bekanntheit und Relevanz Gelsenkirchens als Wirtschaftsstandort gesteigert werden konnten. Ergebnis: Bei denjenigen, die die Werbung gesehen hatten, nannten 50 % der Befragten mehr als in einer Kontrollgruppe Gelsenkirchen als bekannten Wirtschaftsstandort. „Das ist ein sehr beachtlicher Effekt, allerdings – das muss man dazu sagen – auf einem insgesamt noch recht geringen Niveau“, so Dr. Christopher Schmitt. Auch die Kommunikation der Standortfaktoren in Gelsenkirchen hat funktioniert. Dass Gelsenkirchen etwa über eine hervorragende Infrastruktur verfügt, konnte durch die Kampagne nachhaltig verankert werden (Steigerung um 33 % der Befragten). Auch der ganz allgemeinen Aussage, dass Gelsenkirchen ein attraktiver Standort ist, stimmten in der Testgruppe derjenigen, die die Onlinekampagne wahrgenommen hatten, 23 % mehr zu als in der Kontrollgruppe, die sie nicht wahrgenommen hat.
„Insgesamt haben wir viele Daten und Reaktionen, die für die Wirkung und den Erfolg der Kampagne sprechen. Aber es wäre natürlich naiv zu glauben, dass wir dadurch nun sofort neue Ansiedlungen bekommen können. Dafür braucht man gerade angesichts der insgesamt recht geringen Ansiedlungsdynamik in Deutschland nun mal einfach einen langen Atem“, so Stadtrat Dr. Schmitt zur Einordnung: „Aber wir bereiten das Feld dafür. Und haben da einen hervorragenden Anfang gemacht.“
„Solche Effekte können natürlich auch schnell wieder verpuffen, wenn man nicht am Ball bleibt und nachlegt. Deswegen müssen wir jetzt dafür sorgen, dass wir kommunikativ da nachlegen können“, betonte Markus Schwardtmann.
Unter dem Slogan „Mit uns wird’s was“ hatte die Stadt Gelsenkirchen im engen Schulterschluss mit der lokalen Wirtschaft im Zeitraum von September bis November 2015 eine bundesweite Kampagne für den Wirtschaftsstandort Gelsenkirchen auf den Weg gebracht, deren Besonderheit im Kommunikationsansatz liegt, dass starke Marken und Hidden Champions, also die unternehmerischen Erfolgsgeschichten aus Gelsenkirchen, Werbung für den starken Standort machen.
Partner der Stadt Gelsenkirchen waren und sind dabei die Unternehmen BP, Masterflex SE, NSG Group (Pilkington), Klostermann, Rigips, Cryptovision, Prünte, Oexmann, Küppersbusch Großküchentechnik, ThyssenKrupp Electrical Steel, Stölting Group, Müller´s Mühle, die Gelsenwasser AG und der FC Schalke 04.
Gerade aus dem Kreis der Unternehmen, die die Kampagne mitfinanziert hatten, sind dabei viele positive Reaktionen an die Stadt herangetragen worden. Dr. Christopher Schmitt: „Viele waren sehr engagiert dabei und auch ein wenig stolz, dass sich ihre Stadt endlich mal so positiv nach außen präsentiert und dass sie daran mitwirken können. Was wir da an Enthusiasmus und Verbundenheit mit der Stadt in der lokalen Wirtschaft mitbekommen haben, das hat uns sehr gefreut und auch beeindruckt.“