09. März 2016, 19:30 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 09. März 2016, 19:30 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
GE. Früher als erwartet und angekündigt kann nun auch die Sporthalle des Leibniz-Gymnasiums an der Breddestraße wieder freigezogen werden. Die rund 90 verbliebenen Flüchtlinge ziehen in den kommenden Wochen in die Traglufthalle nach Schaffrath. Der Schul- und Vereinssport kann also sehr bald wieder an dieser Stelle stattfinden.
„Damit lösen wir Schritt für Schritt unser Versprechen ein, die Sporthallen als erstes wieder ihrer eigentlichen Nutzung zu übergeben“, sagte Hans-Joachim Olbering, Leiter der Stabsstelle Flüchtlinge heute im Ausschuss für Soziales und Arbeit. Die Halle an der Breddestraße ist die zweite freigezogene: Bereits in der vergangenen Woche wurde die Wildenbruchhalle geräumt.
„Wir nutzen jetzt den Spielraum, den wir uns erarbeitet haben. Weil wir gegenüber dem Land unsere Aufnahmequote zu 100 Prozent erfüllt haben, haben wir jetzt einen vorläufigen Zuweisungsstopp erlangt. Und diese Phase nutzen wir nun, um provisorische Lösungen zu verbessern“, sagte Olbering.
Damit geht nun im Stadtnorden wie im Stadtsüden ein Interim zu Ende, das nicht ideal war und das auch Geduld erfordert hat. „Und darum möchte ich mich an dieser Stelle auch sehr gerne bedanken – bei den Schulen, bei den Schülerinnen und Schülern und den Sportvereinen sowie Gelsensport für ihre Geduld und Unterstützung – dafür, dass sie zurückstanden, damit wir Flüchtlinge aufnehmen konnten“, so Olbering weiter.
Der Leiter der Stabstelle sprach auch seinen Dank aus gegenüber den vielen Ehrenamtlichen, die an beiden Standorten Essen ausgegeben und Deutsch unterrichtet haben, und die mit großem Herzen bei der Sache waren. Aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die den vergangen Monaten teilweise bis an die Belastungsgrenze oder sogar darüber hinaus gearbeitet und dabei Großartiges geleistet haben. Und zu guter Letzt dem Ausschuss, der mit seinen Beschlüssen bereits am 9. September so frühzeitig die Rahmenbedingungen geschaffen hat, die nötig waren, die Aufgaben zu meistern.
Die Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen in Gelsenkirchen war bislang ein dynamischer Prozess, geprägt von schnellem operativem Handeln vieler Beteiligter, nicht nur der Stabstelle. „Und wir müssen natürlich auch in Zukunft handlungsfähig bleiben. Möglicherweise müssen wir auch in Zukunft rasche Lösungen finden. Daher können wir auch nicht ganz ausschließen, dass die Dreifachturnhallen an der Breddestraße und Wildenbruchstraße bei entsprechender Dringlichkeit als letztes Mittel noch einmal in Betracht kommen. Dies wurde mit Schulleitung und Schülervertretung vereinbart“, so Hans-Joachim Olbering.