17. Februar 2016, 10:52 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. In seiner Reihe „Literatur im Film“ präsentiert das Kommunales Kino (KoKi) Gelsenkirchen am Sonntag/Montag, 21./22. Februar, „Mr. Holmes“ von Bill Condon. In der Monatsreihe „Familie“ folgt am Dienstag, 23. Februar, das in Japan entstandene Drama „Unsere kleine Schwester“. Am Mittwoch, 24. Februar, steht das Drama „Am grünen Rand der Welt“ von Thomas Vinterberg auf dem KoKi-Programm.
Von Sonntag bis Dienstag finden die Veranstaltungen im Schauburg Filmpalast (Horster Straße 6) statt und beginnen im Normalfall am Sonntag um 12.45 Uhr uns ansonsten um 18 und 20.30 Uhr Mittwochs finden die KoKi-Vorstellungen in der Gesamtschule Ückendorf (Bochumer Straße 190) ab 19.30 Uhr statt.
Kaum eine literarische Figur ist so oft und in so unterschiedlicher Form für die Leinwand adaptiert worden wie Sherlock Holmes. Regisseur Bill Condon wagt mit „Mr. Holmes“ nun einen neuen Ansatz und imaginiert – basierend auf Mitch Cullins Roman „A Slight Trick of the Mind“ – den legendären Detektiv als greisen, von Gedächtnislücken geplagten alten Mann, der versucht, mit sich selbst ins Reine zu kommen. Nominiert u. a. für drei „Indiana Film Journalists Association Awards“ in Programm Februar 2016 den Kategorien „Bester Film“, „Bester Hauptdarsteller“ und „Beste Nebendarstellerin“. — England 1947. Sherlock Holmes (Ian McKellen), mittlerweile 93 Jahre alt, lebt zurückgezogen in einem idyllischen Landhaus, betreibt Bienenzucht und erläutert dem Sohn seiner Haushälterin Mrs. Munro (Laura Linney) die Geheimnisse der Imkerei. Beunruhigt stellt der Meisterdetektiv fest, dass er zunehmend vergesslicher wird. In Holmes’ verdämmernde Gegenwart mischen sich ebenso Erinnerungen an eine Japan-Reise wie Fragmente eines letzten, bislang ungelösten Falls, dem er nun endlich auf den Grund gehen will.
Basierend auf der mehrfach ausgezeichneten Manga-Serie „Umimachi Diary“ von Akimi Yoshida entwickelt der renommierte japanische Regisseur Hirokazu Kore-eda in „Unsere kleine Schwester“ ein zärtliches, berührendes und wahrlich bezauberndes Drama, das angenehm zurückhaltend davon erzählt, wie die anfängliche Verunsicherung der vier Schwestern im Lauf der Zeit einer familiären Vertrautheit und ehrlichen Sympathie weicht. — Die Schwestern Sachi, Yoshino und Chika leben gemeinsam in einem großen Haus in Kamakura, einer Küstenstadt nahe Tokio. Zur Beerdigung des Vaters, der die Familie vor 15 Jahren verlassen hat, reisen die drei jungen Frauen aufs Land. Dort begegnen sie ihrer Halbschwester Suzu, die nun auf sich allein gestellt ist. Obwohl sie die schüchterne 13-Jährige kaum kennen, bieten sie dem Mädchen kurzerhand an, zu ihnen nach Kamakura zu ziehen. Suzu nimmt die Einladung an, und so beginnt für die vier Schwestern ein neues Leben, in dem zwar die Vergangenheit ihren Platz hat, aber einzig die Gegenwart zählt.
Der Film „Am grünen Rand der Welt“ von Thomas Vinterberg basiert auf dem gleichnamigen Roman von Thomas Hardy. — Südengland um 1870. Als Bathsheba das Gut ihres Onkels erbt, beschließt sie, die Verwaltung selbst zu übernehmen – keine einfache Aufgabe für eine alleinstehende junge Frau in einer patriarchalen Gesellschaftsordnung. Aber sie versteht es, sich zu behaupten. Verehrt wird sie von einem armen Schäfer, einem wohlhabenden Gutsbesitzer und einem rücksichtslosen Offizier.
Der Eintritt kostet 5 Euro für eine Vorstellung bzw. 45 Euro für die 10-er Karte. Schüler und Studierende sowie GE-Pass-Inhaber erhalten Ermäßigungen.