15. Januar 2016, 11:30 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Das neue Jahr hält im Kunstmuseum Gelsenkirchen einige Neuerungen bereit. Gemäß dem Sammlungsmotto „Bildertausch“, wurden jüngst Gemälde umgehängt, so etwa das erst im Oktober 2015 erworbene Gemälde „16-70“ von Arnulf Letto. Es befindet sich nun in der Kinetik-Abteilung, direkt neben Lettos kinetischem Objekt “o.T. 3/75“ aus dem Jahr 1975, das bereits seit 1978 zur Sammlung des Kunstmuseums gehört.
Ihre räumliche Nähe zueinander ermöglicht sogleich ein Erkennen des gemeinsamen Grundgedankens des Künstlers. Beide Werke befassen sich mit dem Phänomen der optischen Täuschung. Im Gemälde sowie im Objekt spielt Letto mit der Wölbung des Bildträgers. Handelt es sich im Gemälde um eine irreführende Scheinwölbung, so sind im kinetischen, motorisch-bewegten Objekt Wölbungen tatsächlich vorhanden. Beide Werke täuschen den Betrachter zusätzlich durch einen kontinuierlichen, grauen Farbverlauf, der die einzelnen Farbgrenzen verschwimmen lässt. Die Abhängigkeit der beiden Kunstwerke ist nicht zu verleugnen, auch wenn fünf Jahre dazwischen liegen.
Auch bei den ausgestellten Grafiken in der Gemäldegalerie wird in Kürze ein Tausch vorgenommen. Ab dem 2. Februar sind hier Selbstporträts von Künstlern wie Lovis Corinth, Max Liebermann oder Käthe Kollwitz zu sehen.
Wie gewohnt ist das Kunstmuseum Gelsenkirchen für die Besucher dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei!