24. September 2015, 16:57 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Stadtbildprägend und identitätsstiftend; Das Hans-Sachs-Haus. Foto: Stadt Gelsenkirchen / Pedro Malinowski.
Im Jahr 2014 war es der Balthasar-Neumann Preis, nun ist es eine Auszeichnung im Rahmen des Westfälischen Preises für Baukultur 2015. Sowohl der Preis als auch die Auszeichnung würdigen das Hans-Sachs-Haus als herausragende Ikone des Backsteinexpressionismus, vor allem aber die Identifikationskraft der Architektur des Hauses.
Wie sehr sich die Menschen mit diesem Haus identifizieren zeigte sich im Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger. Es trug dazu bei, ein gutes Stück Gelsenkirchen zu erhalten, das vom Abriss bedroht war.
Herausragende Architektur, hohe Identifikation der Menschen der Stadt mit dem Hans-Sachs-Haus und ein Architekturbüro, das das Gebäude mit großem Respekt vor der Historie des Hauses umbaute. Diesen Dreiklang hob die Jury in der Begründung für die Auszeichnung hervor: „Zu würdigen ist das Werk der Architekten, das Engagement der Stadt Gelsenkirchen insbesondere aber das bürgerschaftliche Engagement, das den bereits 2005 beschlossenen Abriss stoppte und stattdessen an seiner Stelle die Rekonstruktion einer der wenigen expressionistischen Backsteinbauten im Ruhrgebiet wagte. Die Stärken dieser Rekonstruktion liegen im Respekt vor dem historischen Wert und der zeitgemäßen Neufassung für die neu gestellten Ansprüche, weshalb der Jury dieses Projekt eine der beiden Auszeichnungen wert war.“