18. September 2015, 10:41 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Tageseinrichtungen für Kinder sind gefordert, ihr Angebot entsprechend den Bedürfnissen von Kindern und Eltern weiterzuentwickeln. 2015 wurde deshalb bereits zum vierzehnten Mal die jährliche Elternbefragung durchgeführt.
Zusammengefasst kann festgestellt werden, dass auch in diesem Jahr von den Eltern wahrgenommen und zurückgemeldet wurde, dass die Tageseinrichtungen eine sehr gute und qualifizierte pädagogische Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsarbeit leisten. Besonders bei den Antworten zur Zufriedenheit mit der Einrichtung wird deutlich, dass weiterhin das hohe Niveau gehalten werden konnte. Für GeKita stellt die Zufriedenheit der Eltern weiterhin ein besonders hohes Gütesiegel dar.
Die schriftliche Elternbefragung hat sich erneut als ein effektives Instrument erwiesen, um die Einschätzung und den Bedarf von Eltern zu erfassen und als wichtige Ressource zu nutzen. Die Befragung erfolgte auf Wunsch der Eltern anonym. Die Anonymität erhöht die Chance, dass Eltern auf sensible Fragen ehrliche Antworten geben. Zudem sind die Befragungsergebnisse ein gutes Planungsinstrument, um Strukturen und Inhalte nicht am Bedarf der Eltern vorbei zu planen.
Die Befragung fand über standardisierte Fragbögen statt. So sind die Ergebnisse über alle Einrichtungen hinweg vergleichbar. Zusätzlich hatten die Eltern die Möglichkeit, persönliche Rückmeldungen abzugeben. Dieses Angebot wurde häufig genutzt.
Mit 73,1 Prozent (Vorjahr 69,7 Prozent) spielt die Lage der Einrichtung in Wohnortnähe für Eltern weiterhin die größte Rolle bei der Auswahl der Tageseinrichtung. Die Verfügbarkeit eines Platzes für Kinder unter 3 Jahren steht mit 34,6 Prozent (Vorjahr 31,2Prozent) erneut an zweiter Stelle. Bei 31,5 Prozent der Eltern fiel die Entscheidung für eine bestimmte Tageseinrichtung, weil diese empfohlen wurde (Vorjahr 30,2 Prozent).
24 Prozent der Eltern (Vorjahr 23,5 Prozent) hat das pädagogische Konzept in der Wahl ihrer Einrichtung beeinflusst. 21,8 Prozent kreuzten die Öffnungszeiten als wichtiges Wahlkriterium an (Vorjahr 22,1Prozent).
Für 23,5 Prozent spielten die eigenen Vorerfahrungen eine Rolle (Vorjahr 23,6 Prozent).
Insbesondere die häufige Nennung der Auswahlkriterien „Empfehlung“, „Plätze für Kinder unter 3 Jahren“, „pädagogisches Konzept“, „eigene Vorerfahrungen“ und „Öffnungszeiten“ stellen für die Tageseinrichtungen eine besondere Herausforderung dar. Sie prägen das Image einer Einrichtung in der Auswahl durch die Eltern.
Hinsichtlich der bedarfsgerechten Öffnungszeiten meldeten gegenüber 2014 (92,2 Prozent) in der diesjährigen Befragung 92,4 Prozent Zufriedenheit zurück.
Eltern erklären aber auch, dass sie weiteren Betreuungsbedarf als derzeit angeboten haben (vor 7 Uhr; nach 16 Uhr; nach 17 Uhr; Samstagsbetreuung). Hier wird jede Einrichtung ihre Einzelergebnisse überprüfen und aufgreifen, um mit den Eltern ins Gespräch darüber zu kommen, welcher Bedarf zu den Rückmeldungen führte.
Die Ergebnisse und Anregungen werden von den Leitungen in Absprache mit GeKita auf ihre Umsetzung zur Erhaltung und Verbesserung der Qualitätsstandards geprüft. Für die Teams der Tageseinrichtungen führt die Befragung zu mehr Offenheit und Verständnis zwischen Eltern und Teams.
Auch die Beschwerden von Eltern, die sich in den Einzelergebnissen finden, werden benötigt, um die Arbeit weiterzuentwickeln. Dem Leitgedanken „Es gibt nichts, was man nicht noch besser machen kann“ folgend, gehört die anonyme Elternbeschwerde auch weiterhin zu einem wichtigen Baustein einer Beschwerdekultur einer Einrichtung.
Eine ausführliche Vorstellung der Ergebnisse erfolgt im Betriebsausschuss Gelsenkirchener Kindertagesbetreuung am 29. September.