14. September 2015, 11:28 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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GE. Begleitend zu der Ausstellung „Kampfzeiten“ - Frauen und Männer der Arbeiterbewegung im Ruhrgebiet“ (noch bis zum 18. Oktober 2015 im Hans-Sachs-Haus zu sehen) laden das Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen (ISG) und die Volkshochschule (VHS) – Arbeit und Leben zur Veranstaltung – „Der ‚wilde Streik‘ türkischer Arbeiter in den Kölner Ford Werken 1973 – ‚Gastarbeiter‘ und Gewerkschaften“ herzlich ein am
Dienstag, 22. September 2015, 18 Uhr, Hans-Sachs-Haus, Sitzungsraum „Olsztyn“, Zimmer 469, Ebertstraße 11, 45875 Gelsenkirchen.
Mit dem Beginn der Beschäftigung der „Gastarbeiter“ im Jahr 1955 kamen bis zum Anwerbestopp im November 1973 ca. 2,6 Millionen Menschen aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland. Viele von ihnen fanden Arbeit in der Montanindustrie des Ruhrgebietes.
Neben schwierigen sozialen Problemen und Sprachschwierigkeiten mussten sie in den Betrieben häufig mit erheblichen Benachteiligungen kämpfen. Gewerkschaften, Betriebsräte und Vertrauenspersonen leisteten jedoch wichtige Hilfestellungen. Nach der Änderung des Betriebsverfassungsgesetzes wurden viele „Gastarbeiter“ sogar selbst in den Betriebsrat gewählt. Dieser Prozess verlief nicht konfliktfrei, wie zahlreiche Proteste und „wilde Streiks“ zeigten.
Ein Themenabend mit Jörg Uwer, Autor des Buches „Gastarbeiter im Streik – Die Arbeitsniederlegung bei Ford 1973“, und dem ehemaligen Betriebsrat des Schalker Vereins Karl Komosha.