01. September 2015, 08:00 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Gelsenkirchen gehörte zu den Städten der ersten Stunde bei AltBauNeu..
Die Stadt Gelsenkirchen ist am 1. September von Staatssekretär Peter Knitsch für ihr zehnjähriges Engagement im landesweiten Netzwerk ALTBAUNEU ausgezeichnet worden. Im Rahmen des 5. Kommunalkongresses der EnergieAgentur.NRW erhalten neben der Stadt Gelsenkirchen insgesamt elf Kommunen und Kreise diese Auszeichnung. Für die Stadt Gelsenkirchen wird Bürgermeister Werner Wöll die Auszeichnung entgegen nehmen.
Das Netzwerk ALTBAUNEU wurde 2005 vom Land NRW ins Leben gerufen. Es unterstützt Kommunen und Kreise bei der Beratung von Bürgern und Gebäudeeigentümern zur energetischen Gebäudesanierung. „Wir profitieren davon, dass wir hier gemeinsam Themen erarbeiten und Materialien entwickeln, die wir vor Ort einsetzen können“, so Kirsten Sassning, Klimaschutzmanagerin und Ansprechpartnerin für ALTBAUNEU in Gelsenkirchen. Das sind zum Beispiel Informationen zur Heizungsoptimierung, Dämmstoffen oder dem Energieausweis, zu Finanzierungs- oder Fördermöglichkeiten und die Ausstattung für Aktionen oder Kampagnen. „Ideen teilen und voneinander lernen“, das sei der große Gewinn der überregionalen Netzwerkarbeit, die durch die EnergieAgentur.NRW koordiniert wird.
Dass es bei den vor 1978, also vor der Wärmeschutzverordnung, erbauten Wohngebäuden einen enormen Sanierungsbedarf gibt, ist ein Problem, das alle Kommunen und Kreise in NRW teilen. NRW-weit sind 76 % aller Wohngebäude älter als 30 Jahre, in Gelsenkirchen sind es etwa 85%. Eine Sanierung kann Energieverbrauch und CO2-Emissionen um die Hälfte verringern. „Das Thema Altbausanierung ist im öffentlichen Bewusstsein deutlich präsenter, steigende Energiekosten und eine Anpassung an veränderte Wohnansprüche sind für viele Eigentümer ein Anlass für eine Sanierung.“ Die Auszeichnung am 1. September begreift Kirsten Sassning als Ansporn, Hausbesitzer in Gelsenkirchen auch weiterhin umfassend darüber zu informieren, wie sich in den eigenen vier Wänden energiesparend und komfortabel leben lässt.
Neben den elf Gründungsmitgliedern gehören heute weitere sechs NRW-Kommunen und Kreise zum Netzwerk. Gemeinsam präsentieren sie sich auf einer Internetseite. Hier bietet jede Region neben aktuellen Informationen auch eine Datenbank mit lokalen Dienstleistern wie Energieberatern oder spezialisierten Handwerksbetrieben.