24. April 2026, 12:19 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
GE. Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches. Dieses Datum markiert heute den Zusammenbruch der nationalsozialistischen Terrorherrschaft, die zig Millionen Opfer gefordert hatte. Der Rat der Stadt Gelsenkirchen hat im Mai 2021 beschlossen, künftig in besonderer Weise mit Veranstaltungen und Bildungsangeboten an die Bedeutung des 8. Mai zu erinnern, um die gesellschaftliche Relevanz dieses Datums für die Gegenwart herauszustellen.
Das Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen (ISG) bietet daher wie auch in den Vorjahren gemeinsam mit Kooperationspartnern mehrere Gedenk- und Bildungsveranstaltungen zu diesem Thema an. Den Auftakt bildet am Mittwoch, den 6. Mai, ab 16 Uhr eine Führung zum Thema „Zwangsarbeit rund um die Kampfbahn Glückauf“. Treffpunkt ist das historische Stadiontor an der Kurt-Schumacher-Straße. Die Führung dauert etwa eine Stunde und wurde im Rahmen der Projektgruppe „Laufend erinnern“ vom ISG, der Schalker Fan-Initiative, dem Schalker Fanprojekt und dem FC Schalke 04 gemeinsam entwickelt.
Am 6. Mai ab 18 Uhr hält Prof. Dr. Markus Köster vom LWL-Medienzentrum für Westfalen einen Fachvortrag zum Thema „Umerziehung durch Schock-Bilder? Zu Entstehung und Einsatz alliierter Filmaufnahmen der NS-Verbrechen in Westfalen 1945“. Veranstaltungsort ist die Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“ an der Cranger Straße 323.
Wie auch in den Vorjahren werden Schülerinnen und Schüler des Friedensprojekts der Gesamtschule Berger Feld an verschiedenen Orten im Stadtgebiet bunte Friedenszeichen aus Sprühkreide verteilen.
Am Sonntag, 10. Mai, lädt die Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“ schließlich von 11 bis 17 Uhr zum Tag der offenen Tür mit Führungen um 11 und 15 Uhr ein.
Zu allen Veranstaltungen sind Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, sie sind kostenfrei und Voranmeldungen sind nicht erforderlich.