CO2 ist das entscheidendste Treibhausgas, das zur globalen Erwärmung beiträgt, indem es die Wärmestrahlung in der Atmosphäre einfängt und dadurch den Treibhauseffekt verstärkt. Unser tägliches Verhalten, sei es der Energieverbrauch zu Hause, die Art und Weise, wie wir uns fortbewegen, aber auch unsere Ernährung, trägt zur Freisetzung von CO2 in die Atmosphäre bei. Durch die Kenntnis darüber, wie unser Handeln CO2-Emissionen beeinflusst, können wir bewusstere Entscheidungen treffen und nachhaltigere Lebensstile führen. Dies trägt nicht nur zum Schutz des Planeten bei, sondern kann auch langfristig unsere Gesundheit, Wirtschaft und Lebensqualität verbessern.
Jede und jeder von uns verursacht nur durch unsere Ernährung durchschnittlich 1.800 Kilogramm CO2 und andere klimaschädliche Gase im Jahr. Fast die Hälfte davon — nämlich 40,7 Prozent – entsteht allein durch Fleischkonsum. Um den Alltag klimafreundlicher und gesünder zu gestalten, kann man besonders in der Ernährung einige Gewohnheiten überdenken. Fälschlicherweise wird nachhaltiger Konsum mit Verzicht in Verbindung gebracht. Doch eine ausgewogene und nachhaltige Ernährung bedeutet nicht, auf alles zu verzichten, sondern neue Alltagsroutinen zu entwickeln.
Indem wir regionales Obst und Gemüse kaufen, leisten wir einen positiven Beitrag für das Klima. Diese Produkte werden während der jeweiligen Jahreszeiten auf den Feldern angebaut und nicht über lange Zeiträume in künstlich beheizten Gewächshäusern gezogen. Zudem entfällt der lange Transportweg über Tausende von Kilometern per LKW, Schiff oder Flugzeug.
Hier am Beispiel einer Tomate erklärt: Tomaten aus dem beheizten Gewächshaus im Ausland verursachen knapp das 300-fache an CO2 im Vergleich zu saisonal gezogenen Tomaten aus der Region. Viele Gemüse- und Obstsorten kann man auch gut im eigenen Garten oder auf dem Balkon anbauen, dazu gehören auch Tomaten. Probieren Sie es dieses Jahr mal aus. Um frisch und regional einzukaufen, können Sie auch Wochenmärkte besuchen. So können Sie einfach Ihren CO2-Fußabdruck im Bereich Ernährung verringern.
Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte sollten nur in Maßen auf unseren Tellern landen. Im Vergleich zu einer Portion Rindfleisch könnte man von der CO2-Bilanz her auch etwa 20 Kilogramm Gemüse essen. Weniger tierische Produkte sind gut fürs Klima und für die Gesundheit. Studien des Bundeszentrums für Ernährung zeigen, dass ein hoher Konsum von tierischen Produkten mit verschiedenen Gesundheitsrisiken verbunden sein kann, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und einige Krebsarten. Eine Ernährung, die reich an Obst, Gemüse und pflanzlichen Proteinen ist, kann hingegen das Risiko für chronische Krankheiten verringern und die allgemeine Gesundheit fördern.
Vor allem die Rindfleischproduktion ist besonders emissionsintensiv, da Rinder während ihrer Lebenszeit Methan produzieren, das ein 25-mal stärkeres Treibhausgas als CO2 ist. Darüber hinaus werden große Mengen Land, Wasser und Energie für die Tierhaltung, Futterproduktion und Verarbeitung benötigt, was zu Umweltzerstörung, Entwaldung, Wasserverschmutzung und Artenverlust führt. Versuchen Sie also mehr pflanzliche Lebensmitteln in Ihre Ernährung zu integrieren.