Die eigene Immobilie zukunftssicher machen und dabei finanziell unterstützt werden: Das ist in ausgewählten Bereichen in Hassel, Horst und Schalke-Nord möglich. Damit Gelsenkirchen auch in Zukunft lebenswert bleibt, erhalten private und gewerbliche Immobilienbesitzerinnen und -besitzer ab sofort bis zu 90 Prozent Förderung für Gründächer, Flächenentsiegelungen, Regenwasserrückhaltung oder andere Maßnahmen, die dafür sorgen, dass weniger Regenwasser in die Kanalisation fließt. Dadurch werden Immobilien widerstandsfähiger gegenüber Hitze und möglichen Starkregenfolgen gemacht, ihr Wert gesteigert und das Klima in der unmittelbaren Umgebung verbessert.
Das Förderprogramm ist beschränkt auf Gebiete, die besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen sind und in denen Maßnahmen besonders viel Potenzial bieten, die verhindern, dass Wasser in die Kanalisation aufgenommen werden muss. Hierzu wurden im Stadtgebiet Gelsenkirchen drei Gestaltungsräume ermittelt, die am 12. Dezember 2024 vom Rat der Stadt beschlossen wurden. Sie liegen in den Stadtteilen Hassel, Horst und Schalke-Nord
Grundlage für die Förderung ist das Ruhrkonferenz-Projekt „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ (KRiS) des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.
Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) bezuschusst dabei Maßnahmen in allen Städten und Gemeinden des Regionalverbands Ruhr (RVR) mit einem Anteil von 60 Prozent. Emschergenossenschaft und Lippeverband stocken in ihren Einzugsgebieten als Teil der Zukunftsinitiative Klima.Werk die Förderung des Landes auf: So können private Eigentümerinnen und Eigentümer einen 90-prozentigen Zuschuss erhalten.
Gemeinsam mit Emschergenossenschaft & Lippeverband sollen über KRiS bis 2030 25% der befestigten Flächen von der Kanalisation abgekoppelt werden und die Verdunstungsrate gesteigert werden. Dazu sollen rund 250 Millionen Euro in entsprechende Projekte zur Klimaanpassung im Ruhrgebiet investiert werden.