Der Europäische Igel ist heute stark gefährdet. In Deutschland wie in vielen anderen europäischen Ländern ist seine Zahl in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. Ein besonderes Problem ist die zunehmende Nutzung von Mährobotern, die selbstständig arbeiten. Viele Geräte mähen bewusst in den Abend- und Nachtstunden, damit sie tagsüber nicht stören. Genau zu dieser Zeit sind jedoch viele wildlebende Tiere auf Nahrungssuche. Dazu gehören vor allem Igel, aber auch Reptilien, Amphibien und andere Kleintiere.
Igel flüchten bei Gefahr in der Regel nicht. Stattdessen rollen sie sich zum Schutz zusammen. Dadurch können sie den rotierenden Messern eines Mähroboters nicht ausweichen und werden oft schwer verletzt oder getötet. Untersuchungen und Praxistests zeigen, dass die Sensoren vieler Mähroboter Igel bislang nicht zuverlässig erkennen. Deshalb stellt der Einsatz von Mährobotern in den Abend- und Nachtstunden ein erhebliches Risiko für Igel und andere wildlebende Tiere dar.
Auch Rasentrimmer und Freischneider können eine Gefahr für wildlebende Tiere sein. Besonders in unübersichtlichen Gartenbereichen, unter Hecken oder in höherem Gras verstecken sich häufig Igel, Amphibien und andere Kleintiere.
Bitte prüfen Sie vor dem Mähen den Rasen kurz auf versteckte Wildtiere.