Der neue Platz der Heinze-Frauen entstand gegenüber des Justizzentrums in Gelsenkirchen-Ückendorf auf der Freifläche, die durch den Abriss der Gebäude Bochumer Straße 74 und 76 entstanden ist. Er ist eine zentrale Maßnahme des Masterplans zur Revitalisierung der Bochumer Straße. „Wir freuen uns, mit Mitteln der Städtebauförderung die Bochumer Straße in Richtung Wissenschaftspark weiter geöffnet zu haben und hier die Aufenthaltsqualität für die Anwohnerinnen und Anwohner mit Angeboten wie u.a. einer Boulebahn zu stärken“, sagte Irja Hönekopp, zuständige Abteilungsleiterin im Referat Stadtplanung, bei der Eröffnung des Platzes. Die durch den Rückbau entstandene Freifläche wurde unter Beteiligung der Öffentlichkeit unter den Schwerpunkten „Biodiversität“, „Aufenthaltsqualität“ und „Wegebeziehungen“ gestaltet und ist nun einladendes Entrée für den nördlichen Bereich der Bochumer Straße und den Wissenschaftspark.
Baustart war am 4. August 2022 durch die Firma Boymann und wurde durch das Landschaftsarchitekturbüro Vennemann und Gelsendienste begleitet. Der erhalten gebliebene Baumbestand wurde durch zwei weitere Bäume und eine artenreiche Staudenpflanzung ergänzt. Die neu angelegten Wege, die sich in der Mitte zu einer großzügigen Platzgestaltung treffen, machen die Freifläche erlebbar und verbindet die angrenzenden Nutzungen. Durch wassergebundene Wegedecken wurde Bodenversiegelung vermieden und die Fläche wirkt sich positiv auf das Mikroklima aus. Zum Verweilen laden Sitzmöglichkeiten ein. Wer mit dem Fahrrad kommt, kann die neuen Abstellbügel nutzen. Eine Besonderheit stellt die in der Fläche integrierte Boule-Bahn dar, die den Platz zum aktiven Treffpunkt macht. Zur Ausstattung gehört eine moderne Solarbeleuchtung, die zusätzlich beim Energiesparen hilft. Die gesamte Anlage ist barrierefrei nutzbar.
Finanziert wurde das Projekt mit Fördermitteln der Städtebauförderung. Insgesamt standen für die Planung und Umsetzung 174.000 € zur Verfügung (Zuwendungsbescheid aus dem Jahr 2017).