Mit Einführung der Gelsenkirchener Präventionskette „Jedem Kind seine Chance“ wird seit dem Jahr 2004 eine präventive Infrastruktur für Kinder, Jugendliche und Familien konsequent auf- und ausgebaut. Die strategische Ausrichtung der Stadt Gelsenkirchen verfolgt von Beginn an das Ziel, gelingendes Aufwachsen für jedes Kind zu ermöglichen, Chancengleichheit herzustellen und jedem jungen Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
Die Bereitstellung von kostenfreien, bedarfsgerechten präventiven Unterstützungsangeboten entlang der unterschiedlichen Lebensphasen - von der Schwangerschaft bis zum Eintritt in das Erwachsenenleben - soll das gelingende Aufwachsen ermöglichen.
Die Gelsenkirchener Präventionskette ist biografisch angelegt und richtet ihr Handeln konsequent an den Bedürfnissen von Kindern und ihren Familien aus. Dabei werden die vielfältigen Lebenslagen, in denen Kinder aufwachsen, berücksichtigt. Sie ist armutssensibel ausgerichtet, folgt dem Grundsatz „Ungleiches ungleich behandeln“ und zielt darauf ab, individuelle Bedarfe passgenau aufzugreifen und Chancengleichheit zu befördern. Partizipation ist dabei handlungsleitend: Kinder, Jugendliche, Eltern sowie relevante Akteurinnen und Akteure sollen aktiv in Prozesse miteinbezogen werden.
Die Maßnahme wird datenbasiert, wissensbasiert und wirkungsorientiert geplant und durchgeführt. Erkenntnisse aus Sozialraumanalysen, Monitoring und Evaluationen fließen systematisch ein. Die Umsetzung erfolgt fach- und bereichsübergreifend und vernetzt, um einem ganzheitlichen Ansatz Rechnung zu tragen, Ressourcen zu bündeln, Schnittstellen zu koordinieren und tragfähige Strukturen entlang der gesamten Präventionskette zu sichern.