Foto. Bildrechte: Steinfurt NCLicence Imperial War Museum (BU 7017)
Fotografien und vor allem Filmaufnahmen der nationalsozialistischen Verbrechen in den Konzentrationslagern haben sich tief in unser kollektives Gedächtnis gebrannt. Sie zeigen befreite Lagerinsassen, aber auch Leichen, das Verhören von Tätern und die angeordnete Besichtigung der Verbrechensorte durch die Anwohnerschaft. Die Alliierten, die diese Bilddokumente aufnahmen, setzten sie nicht nur als Beweismittel in Kriegsver-brecherprozessen ein, sondern auch zur „Umerziehung“ der deutschen Bevölkerung, was sehr zwiespältige Reaktionen hervorrief. Der Vortrag möchte der Frage nachgehen, unter welchen Umständen diese Bilder entstanden, wie sie zeitgenössisch öffentlich wahrgenommen und diskutiert wurden
und welche Wirkung sie haben sollten und tatsächlich hatten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf visuellen Zeugnissen, die 1945 in Westfalen aufgenommen wurden.
Prof. Dr. Markus Köster ist Leiter des LWL-Medienzentrums für Westfalen in Münster und Honorarprofessor am Historischen Seminar der Universität Münster.
Ein Beitrag der Veranstaltungsreihe zum 81. Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai 1945.
Infos unter: 0209 / 169-8551
Dieser Termin ist kostenfrei.