Führung, 01. Juli 2026, 17:00 Uhr, Neuer jüdischer Friedhof
Jüdischer Friedhof. Bildrechte: Stadt Gelsenkirchen
Führungen auf dem neuen jüdischen Friedhof Am Dördelmannshof 46a, 45886 Gelsenkirchen-Ückendorf
Thema: Tod und Trauer im Judentum und wie sich die Friedhofskultur im Laufe der Zeit geändert hat
Seit 1927 finden auf dem Friedhof Am Dördelmannshof Beisetzungen statt. Er ersetzte damals den Alten Jüdischen Friedhof an der Wanner Straße/Oskarstraße und grenzt an den städtischen Südfriedhof an. Auf dem Friedhof gibt es traditionelle Gräber, aber auch eine Gedenkstätte für im Nationalsozialismus ermordete jüdische Menschen. In den letzten Jahren sind verstärkt Grabstätten von Jüdinnen und Juden hinzugekommen, die seit Anfang der 1990er aus der ehemaligen Sowjetunion zugewandert sind. Diese stehen in der Tradition einer anderen Begräbniskultur. Auch Ruhestätten für nichtjüdische Ehepartnerinnen und Ehepartner gibt es seit einigen Jahren. Eine Trauerhalle ist ebenfalls vorhanden. Hier wird Abschied genommen mit Gebet und Gedenken, bevor die Verstorbenen zu ihrer letzten Ruhestätte geleitet werden.
Während der Führung wird der Friedhof erkundet und es wird Wissenswertes über die jüdische Begräbniskultur vermittelt. Was ist die Chewra Kaddischa und welche Funktion hat sie? Welche Bedeutung haben die hebräischen Buchstaben und die Symbole auf den Grabsteinen? Was bedeuten die kleinen Steine auf manchen Grabsteinen? Warum wird ein jüdischer Friedhof als „Haus der Ewigkeit“ bezeichnet?
Leitung: Ulrich Fehling, Heinz Pfaff (Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Gelsenkirchen)
Die Teilnahme ist kostenlos, es wird um eine Spende für die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen gebeten. Männer benötigen auf dem Friedhof eine Kopfbedeckung.
Mindestteilnehmerzahl: 3
Maximale Teilnehmerzahl: 30
Ausschließlich bei der Stadt – und Touristinfo buchbar
Ebertstr.11
45879 Gelsenkirchen
Telefon: 0209 / 169-3969
E-Mail: touristinfo@gelsenkirchen.de
Dieser Termin ist kostenfrei.