Die Waffen-SS gehört zu den umstrittensten militärischen Formationen des Zweiten Weltkrieges. Sie war Teil der Schutzstaffel (SS) und entstand Ende 1939 aus verschiedenen SS-Einheiten. Vor allem in der zweiten Kriegshälfte wurde die Waffen-SS um zahlreiche multinationale Kontingente erweitert. Einzelne gut ausgerüstete Verbände errangen militärische Erfolge. Vielfach waren ihre Truppen an Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit beteiligt. Schon in der Vorkriegszeit sollten die bewaffneten Verbände der SS als ideologische und militärische Elite wahrgenommen werden. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Bedeutung der Waffen-SS von der nationalsozialistischen Propaganda systematisch überhöht. Nach 1945 wurde die Geschichte der Waffen-SS bewusst verklärt. Die NS-Propagandabilder wirken bis heute nach.
Prof. Dr. Jan Erik Schulte leitet die Gedenkstätte Hadamar und lehrt Zeitgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum.
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