Vortrag, 27. Januar 2026, 18:00 Uhr, Neue Synagoge Gelsenkirchen
Am 27. Januar, dem internationalen Holocaust-Gedenktag, jährt sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz zum 81. Mal. Mit der Gedenkfeier möchten wir an die Millionen Opfer des nationalsozialistischen Regimes und an die Deportation Gelsenkirchener Juden am 27. Januar 1942 nach Riga erinnern. Im Rahmen der Gedenkveranstaltung hält Prof. Dr. Sascha Feuchert den Vortrag „Schreiben als Widerstand. Texte aus den Ghettos und den KZs als Zeugnisse der Selbstbehauptung“. Dabei beschreibt er die Funktionen von Tagebüchern, Briefen, Gedichten, Berichten und anderen Textsorten und lässt vor allem die Autorinnen und Autoren selbst ausführlich zu Wort kommen.
In den Gettos, Konzentrationslagern und anderen Terrorstätten der Nationalsozialisten entstanden von Anfang an vielfältige Texte; geschrieben von jenen, die dort gequält, ausgebeutet und ermordet wurden. Diese Zeugnisse waren in vielerlei Hinsicht überlebenswichtig für die Schreiber: Sie boten Halt, halfen bei der Verarbeitung des Erlittenen, stemmten sich der Entindividualisierung entgegen – und dokumentierten die Ereignisse, nicht zuletzt für uns Nachgeborene. Prof. Dr. Sascha Feuchert ist Geschäftsführender Direktor des Instituts für Germanistik an der Justus-Liebig-Universität Gießen und leitet dort die Arbeitsstelle Holocaustliteratur.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Gelsenkirchen e. V., des Vereins Neue Synagoge e.V. und des Instituts für Stadt geschichte Gelsenkirchen
Wir bitten um Anmeldung: 0209 1552310 oder anfrage@jg-ge.de.
Dieser Termin ist kostenfrei.