14. September 2026, 11:45 Uhr | GELSENDIENSTE
Das gemeinsame Vorgehen von GELSENDIENSTE und der Stadt Gelsenkirchen gegen herrenlos abgestellte Einkaufswagen zeigt deutlich sichtbare Erfolge. Nachdem die Maßnahmen im vergangenen Jahr nochmals verstärkt worden sind, ist die Anzahl der über die städtische Online-Plattform „GE-meldet“ eingehenden Hinweise um die Hälfte zurückgegangen.
Bereits seit dem Jahr 2023 kümmert sich GELSENDIENSTE intensiv um die Problematik der „wild“ auf öffentlichen Flächen zurückgelassenen Einkaufswagen. Diese beeinträchtigen nicht nur das Stadtbild, sondern stellen je nach Abstellort auch eine Unfallgefahr dar. Seither wurden die gemeldeten Standorte der Wagen verbunden mit der Aufforderung zur zeitnahen Abholung werktäglich an die betroffenen Händler weitergeleitet.
Da dieses Vorgehen jedoch im Ergebnis nicht zufriedenstellend war, hat die Stadt Gelsenkirchen vor einem Jahr damit begonnen, verkehrsgefährdend abgestellte Einkaufswagen selbst durch GELSENDIENSTE einzusammeln und den betroffenen Unternehmen gegenüber angekündigt, das Auslösen bzw. alternativ eine Verschrottung in Rechnung zu stellen.
„Wir haben innerhalb der ersten Wochen schon mehrere hundert Wagen eingesammelt. Daraufhin sind wir dann mit einigen Händlern in den direkten Austausch gekommen sind, was sich vorab als schwierig erwiesen hatte“, erläutert Stadtrat und GELSENDIENSTE Betriebsleiter Simon Nowack. „In den folgenden Gesprächen konnten wir uns in Teilen konstruktiv darauf verständigen, dass die Unternehmen die ihnen gemeldeten Wagen gemäß dem ursprünglichen Verfahren selbst zeitnah einsammeln, was nun auch konsequent umgesetzt wird. Mit anderen Beteiligten hingegen ist die Klärung noch offen“, erklärt Simon Nowack und ergänzt: „Aus unserer Sicht ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit der pragmatischste, wirtschaftlichste und nachhaltigste Umgang mit der Problematik.“
Zugleich befürwortet die Stadt Gelsenkirchen, dass zusätzlich an einigen Märkten – wie auch in den Gesprächen seitens der Stadtverwaltung mehrfach angeregt – auf technische Lösungen wie Wegfahrsperren gesetzt wird, um das Entfernen der Einkaufswagen von vornherein zu verhindern.
„Wir sind mit unseren Anstrengungen noch nicht am Ziel, aber der bisherige Weg zeigt bereits deutliche Erfolge“, zieht Simon Nowack eine positive Zwischenbilanz. „Die Anzahl der ‚wilden‘ Einkaufswagen ist in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen. Das zeigt sich spürbar im Stadtbild und lässt sich eindrucksvoll in der ‚GE-meldet‘-Statistik ablesen. Im Vergleich mit dem Zeitraum 2023 bis 2025 hat sich die Anzahl der eingehenden Hinweise im laufenden Jahr halbiert, von zwölf auf nur noch sechs Meldungen am Tag.“
Bemerkenswert beim Blick in die Statistik ist zudem, wie unterschiedlich die Problematik in den einzelnen Stadtteilen von Gelsenkirchen ausfällt. So wurden im Jahr 2025 die meisten Hinweise zu Einkaufswagen mit 1.034 Meldungen in Schalke aufgegeben, gefolgt von Bulmke-Hüllen (758) und Bismarck (508). Am Ende der Liste stehen Buer (18) und Resse (11) sowie als „Schlusslicht“ die Resser Mark mit lediglich acht Meldungen.