03. Juni 2026, 11:20 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Das Kunstmuseum Gelsenkirchen kann sich in diesem Jahr über eine Finanzspritze des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen freuen: Über das Programm „Basisförderung Kunstmuseen NRW“ erhalten ausgewählte Museen Gelder für Ausstellungsprojekte, Ankäufe und Sanierungs- sowie Restaurierungsmaßnahmen. Das Kunstmuseum Gelsenkirchen wurde von der Jury für eines der Restaurierungsprojekte ausgewählt und kann nun mit Hilfe des Landes das „Aquamobil Modell B“ von Gottfried Gruner wieder in einen funktions- und ausstellungsfähigen Zustand bringen.
Das Land stellt dafür rund 7500 Euro bereit. Die Gesamtkosten der Restaurierung werden bei rund 9300 Euro liegen. „Gottfried Gruner gilt als einer der wichtigsten Wasser-Kinetiker und sein Werk bereichert unsere kinetische Sammlung ungemein. Wir sind dem Land NRW und Kulturministerin Ina Brandes daher sehr dankbar, dass wir das außergewöhnliche Werk bald wieder funktionstüchtig zeigen können“, sagt Julia Höner, die Leiterin des Kunstmuseums Gelsenkirchen.
Das Kunstmuseum Gelsenkirchen hat zwei Objekte von Gottfried Gruner in seiner hauseigenen Sammlung: Das „Aquamobil Modell A“ (1975) und „Aquamobil Modell B“ (1977) gingen 2011 als Schenkungen aus dem Nachlass des Künstlers in die Museumssammlung ein. Wie aus schriftlichen Korrespondenzen im Museumsarchiv hervorgeht, hatte der Künstler selbst noch zu Lebzeiten den Austausch mit dem Museum über eine mögliche Schenkung geführt, er verstarb Mitte des Jahres 2011.
„Bei den beiden Werken Gruners handelt es sich um die bislang einzigen wasserkinetischen Objekte in der Gelsenkirchener Museumssammlung, wodurch ihnen ein besonders hoher Stellenwert innerhalb der Kinetischen Sammlung zukommt“, verdeutlicht Denise Wegener, Sammlungsleiterin und stellvertretende Leiterin des Kunstmuseums Gelsenkirchen.
Das Objekt „Aquamobil Modell A“ konnte bereits 2024 mit Sondermitteln anlässlich des 40. Geburtstagsjahres des Museumneubaus fachgerecht restauriert und wieder ausstellungsfähig gemacht werden. Dieses Werk ist noch bis Ende 2026 in der Sammlungspräsentation „Das Alles Haben Wir: Die Sammlung für Gelsenkirchen“ an der Horster Straße 5-7 zu sehen.
Das Pendant „Aquamobil Modell B“ soll mit Hilfe der Landesförderung nun ebenfalls umfassend restauriert und baldmöglichst wieder für Besucherinnen und Besucher des Kunstmuseums zugänglich gemacht werden. „Von den einst zahlreichen Kunstwerken Gottfried Gruners im öffentlichen Raum sind heute nur noch wenige Brunnenplastiken erhalten. Auch in Gelsenkirchen sind zwei frühere Brunnenplastiken abgebaut worden oder nur noch fragmentarisch erhalten, etwa das Werk ‚Aquamobile‘ von 1976 an der Gesamtschule Ückendorf. Bedingt durch das Verschwinden seiner Kunstwerke aus vielen Städten hat der Künstler Gottfried Gruner in den vergangenen Jahrzehnten an Bekanntheit verloren. Umso wichtiger ist daher der Erhalt und die Vermittlung seiner Kunst in Gelsenkirchen in Form von Modellen und Kleinplastiken im musealen Kontext“, betont Denise Wegener vom Kunstmuseum Gelsenkirchen.
***Hinweis an die Redaktionen: Zu dieser Pressemitteilung stellen wir Fotomaterial zum Download bereit. Ein Archivbild zeigt das „Aquamobil Modell B“ von Gottfried Gruner in schwarz-weiß, das zweite Bild zeigt das bereits restaurierte Objekt „Aquamobil Modell A“ im Rahmen der Sammlungspräsentation. Die Bildrechte liegen beim Kunstmuseum Gelsenkirchen.