24. März 2026, 14:28 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Richtfest Amprion. Bildrechte: Amprion GmbH
Am Schalker Bahnhof in Gelsenkirchen entsteht derzeit ein neuer Betriebsstandort des Übertragungsnetzbetreibers Amprion GmbH. Im Herbst des vergangenen Jahres haben die Bauarbeiten begonnen, inzwischen ist der Rohbau des Gebäudes fertiggestellt. Diesen Meilenstein feierte das Unternehmen am Dienstag, 24. März 2026, gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Andrea Henze, Projektpartnern und Gästen im Rahmen eines Richtfestes. Der neue Standort soll bis Ende 2026 fertiggestellt werden und künftig eine zentrale Rolle für den Netzbetrieb im Ruhrgebiet übernehmen.
Katrin Hilmer, COO der Amprion GmbH, nutzte das Richtfest, um die Bedeutung eines robusten Übertragungsnetzes und die Rolle des neuen Standorts für den Netzbetrieb im Ruhrgebiet zu betonen: „Versorgungssicherheit ist ein Standortfaktor und unabdingbar für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Ein resilientes Stromnetz entsteht dabei nicht nur durch neue Leitungen und Anlagen, sondern auch durch starke Betriebsstandorte vor Ort. In Gelsenkirchen bündeln wir Fachwissen, verkürzen Wege und sind im Störungsfall noch schneller handlungsfähig.“
Auch Oberbürgermeisterin Andrea Henze unterstrich bei der Veranstaltung die Relevanz einer sicheren Stromversorgung für die Stadt und die gesamte Region: „Gerade jetzt erleben wir wieder, wie wichtig eine sichere Energieversorgung für uns alle ist. Mit dem neuen Amprion-Standort wird Gelsenkirchen zu einem noch wichtigeren Knotenpunkt der Energiewende im Ruhrgebiet. Eine sichere und leistungsfähige Stromversorgung ist eine zentrale Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung, industrielle Transformation und neue Arbeitsplätze. Dass Amprion hier einen Betriebsstandort als wichtige Schnittstelle für sein Höchstspannungsnetz errichtet, stärkt die Versorgungssicherheit in der gesamten Region und ist ein starkes Signal für unseren Standort. Besonders freuen wir uns über rund 100 hochqualifizierte Arbeitsplätze sowie neue Ausbildungsangebote im Bereich der Betriebstechnik.“
Die Amprion GmbH betreibt eines der größten Höchstspannungsnetze Europas und versorgt rund 29 Millionen Menschen sowie große Teile der deutschen Industrie zuverlässig mit Strom. Dabei ist es eine zentrale Aufgabe, das Höchstspannungsnetz sicher zu betreiben und kontinuierlich instand zu halten. Mit der Energiewende wird diese Aufgabe komplexer: Das Netz wird an vielen Stellen um- und ausgebaut, und mit der wachsenden Zahl von Netzausbauprojekten steigt auch der Aufwand für den Betrieb: Mehr Komponenten müssen überwacht, gewartet, bei Bedarf repariert und im Störungsfall schnell erreicht werden. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist es wichtig zusätzliches Fachpersonal in räumlicher Nähe zu Anlagen und Leitungen zu haben.
Mit dem neuen Standort in Gelsenkirchen wird die Präsenz im Ruhrgebiet gezielt gestärkt – näher an den Anlagen und Leitungen und unmittelbar angebunden an die zahlreichen Netzausbau- und Modernisierungsmaßnahmen in der Region.
Der neue Standort bietet zukünftig Platz für rund 100 Mitarbeitende und ist vor allem für den Bereich der Betriebstechnik vorgesehen. Der Betrieb umfasst das Schalten, Regeln, Überwachen und Instandhalten des Übertragungsnetzes. Darüber hinaus nutzt Amprion den Standort auch für die Ausbildung: Zukünftig sollen bis zu vier Auszubildende pro Jahr ihren Berufsweg als Elektroniker*innen für Betriebstechnik in Gelsenkirchen beginnen.
Amprion bildet jedes Jahr Industrie- und Bürokaufleute, Fachinformatiker*innen sowie Elektroniker*innen für Betriebstechnik aus. Die Ausbildung bei Amprion ermöglicht jungen Menschen den Einstieg in eine der Schlüsselbranchen der Zukunft.
Bild, v.l.: Konstantin Nagel (Amprion GmbH), Oberbürgermeisterin Andrea Henze, Katrin Hilmer (COO Amprion GmbH), Eric Lammertink (Ten Brinke Bau GmbH & Co. KG) und Olaf Lucassen (Ten Brinke Bau GmbH & Co. KG).