23. März 2026, 09:55 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
polis Convention. Bildrechte: Regionalverband Ruhr / Jochen Tack
Die polis Convention findet am 06. und 07. Mai 2026 auf dem Areal Böhler in Düsseldorf statt. Unter dem Leitthema „Neue Horizonte“ bringt die bundesweit führende Messe für Stadt- und Projektentwicklung erneut Akteurinnen und Akteure aus Kommunen, Immobilienwirtschaft und Planung zusammen.
Der Gemeinschaftsstand der Metropole Ruhr steht auch in diesem Jahr unter dem Motto: „Städte neu gedacht – heute Zukunft gestalten! Gemeinsam auf dem Weg zur grünsten Industrieregion der Welt“. Organisiert wird der Auftritt durch den Regionalverband Ruhr. Insgesamt präsentieren 18 Kommunen und Gesellschaften ihre Projekte der Stadt- und Freiraumentwicklung.
Die Stadt Gelsenkirchen stellt drei zentrale Projekte vor, die beispielhaft für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Stadtentwicklung stehen:
Neue Zeche Westerholt – das 15-Minuten-Quartier
Auf dem rund 39 Hektar großen Gelände des ehemaligen Bergwerks in Gelsenkirchen und Herten entsteht ein interkommunales Quartier für Arbeiten und Wohnen. Das Projekt setzt auf klimagerechte Entwicklung, regenerative Energien und eine hervorragende Anbindung – unter anderem durch den neuen S-Bahn-Haltepunkt „Herten-Westerholt“ und die „Allee des Wandels“. Ab Sommer 2026 werden neue Gewerbeflächen erschlossen, die Vermarktung ist ab 2029 vorgesehen. Perspektivisch entstehen rund 1.500 Arbeitsplätze.
Wohnen auf der Bülser Alm – lebendige Nachbarschaft
In Gelsenkirchen-Bülse entsteht auf rund 4,6 Hektar ein neues Wohnquartier mit rund 190 Wohneinheiten. Das städtebauliche Konzept setzt auf eine angemessene Dichte, kleinteilige Gebäudetypologien und zentrale Freiräume als Orte der Begegnung. Ziel ist eine sensible Integration in die bestehende Siedlungsstruktur und die Stärkung nachbarschaftlicher Qualitäten.
Zukunftspartnerschaft Wohnen – nachhaltiger Stadtumbau
Mit der Zukunftspartnerschaft Wohnen verfolgt Gelsenkirchen eine strategische und kreislaufgerechte Stadtentwicklung. Durch den Ankauf und Rückbau von Problemimmobilien, den Aufbau einer Baustoffbörse sowie die Entwicklung qualitativ hochwertiger Nachnutzungen werden Quartiere gezielt aufgewertet. Die Finanzierung erfolgt über Bundes- und Landesmittel sowie Förderprogramme der Wohnraumförderung.
Im Kongressprogramm der polis Convention stehen unter dem Leitmotiv „Neue Horizonte“ insbesondere innovative Ansätze der Flächenentwicklung, nachhaltige Quartierskonzepte und neue Formen der Zusammenarbeit im Fokus. Die Metropole Ruhr bringt hierbei ihre Perspektiven als eine der dichtesten Planungsregionen Deutschlands ein.
Die polis Convention wird unterstützt durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, den Zentraler Immobilienausschuss sowie die Bundesstiftung Baukultur. Die Schirmherrschaft übernimmt erneut Ina Scharrenbach.
Nach den hohen Besucherzahlen der vergangenen Jahre wird auch 2026 mit großem Interesse gerechnet. Die polis Convention gilt als zentrale Plattform für Austausch, Vernetzung und Impulse in der Stadt- und Projektentwicklung.