12. November 2025, 15:29 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Was passiert mit einer Freifläche, die durch Abriss im Rahmen der Wohnungsmarktbereinigung entsteht? In Gelsenkirchen-Bismarck sind Anwohnerinnen und Anwohner kreativ geworden und haben die Fläche als Zwischennutzung für Gemeinschaftsaktionen für sich entdeckt und entwickelt. Das Stadtteilbüro Schalke hat dabei viele der Beteiligten zusammengebracht. Den Anfang machte Christa Augustin-Sayin als engagierte Anwohnerin, die zusammen mit der Nachbarschaft Sauberkeitsaktionen organisierte. Seit diesem Jahr ist sie zudem auch Mitglied im Gebietsbeirat Schalke-Nord, der den Quartiersfonds verwaltet.
Für die gemeinschaftliche Nutzung der Freifläche an der Ecke Robergstraße / Ferdinandstraße wurde zunächst die Zustimmung des Flächeneigentümers, der Stadterneuerungsgesellschaft (SEG) Gelsenkirchen, eingeholt. Mit Mitteln aus dem Quartiersfonds konnte die Freifläche mit einem Bauwagen zur Aufbewahrung von Spielgeräten und Sitzmöbeln ausgestattet werden. Auch wurden Hochbeete angelegt. So entstand ein einladender Ort für nachbarschaftliche Begegnungen und spielende Kinder, der zunehmend angenommen wird.
Ein Hauseigentümer, dessen Außenwand an die Fläche grenzt, stimmte dann auch der Gestaltung seiner Hauswand zu. So konnte eine Kunstaktion den Gemeinschaftsgedanken noch einmal besonders hervorheben: Dreizehn Kinder aus der Nachbarschaft beteiligten sich an einem mehrstündigen Graffitiworkshop mit dem Künstler Levin Tomala. Diese Aktion wurde nicht durch Quartiersfonds, sondern als Kooperationsprojekt vom Referat Kultur der Stadt Gelsenkirchen gefördert. Das bunte Wandgemälde weist nun dauerhaft darauf hin, wie wichtig der Gemeinschaftsgedanke im Quartier ist. Weitere Projekte und Aktionen sollen folgen.