08. Oktober 2008, 09:05 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Ferienzeit ist Baustellenzeit. Das werden Sie in diesen Tagen vielleicht wieder an der einen oder anderen Stelle in unserer Stadt erfahren. Etwa wenn Sie für den Weg zur Arbeit etwas länger benötigen als sonst oder die Kinder auf einem derzeit wegen Baumaßnahmen gesperrten Schulhof nicht spielen können.
Klar: Baustellen nerven, gerade, wenn man in Eile ist und alles gebrauchen kann, nur keine Verzögerung im ohnehin schon zu dicht getakteten Zeitplan. Aber Baustellen sind auch ein gutes Zeichen. Sie signalisieren: Es wird etwas angepackt. Infrastruktur wird erhalten, erneuert oder ausgebaut.
Am sichtbarsten sind für uns alle tagtäglich die Straßenbaumaßnahmen. Die größten sind derzeit der Ausbau der Parallelstraße als Zubringer von der neuen Anschlussstelle „Gelsenkirchen-Schalke" der A 42 zur ZOOM-Erlebniswelt und die Einrichtung von Busspuren im Bereich des Musiktheaters. Daneben gibt es unzählige kleinere Maßnahmen, die dafür sorgen, dass die Verkehrsadern unserer Stadt funktionstüchtig bleiben: im ganzen Jahr 2008 sind es rund 200.
Noch wichtiger sind mir aber die Bauarbeiten, die wir in diesen Tagen an den Schulen weiterführen und die wir bereits in den Sommerferien begonnen haben. An insgesamt 41 Schulgebäuden haben wir teilweise erhebliche Um- und Anbaumaßnahmen umgesetzt. Unter anderem: der Neubau am Leibniz-Gymnasium für 1,9 Millionen Euro und der letzte Bauabschnitt der Sanierung der Außenstelle Rathausplatz der Gesamtschule Buer-Mitte für 1,6 Millionen Euro. Allein in diesem Jahr wird die Stadt Gelsenkirchen 11 Millionen Euro in die Schulen investieren. Damit setzen wir unsere enormen Anstrengungen in diesem Bereich aus den letzten Jahren fort.
Investitionen in Steine und Köpfe
Und dies ist keine bloße Investition in Steine. Mit dem Ausbau der Schulen geht auch ein Ausbau des pädagogischen Angebots einher. Denn viele der Baumaßnahmen stehen in engem Zusammenhang mit dem Aufbau von offenen oder gebundenen Ganztagsschulen. In den letzten Jahren hat Gelsenkirchen schon 100 offene Ganztagsschulgruppen an 51 Schulen geschaffen. Bildung hat seit einigen Jahren absolute Priorität und sie ist dabei, eine andere Qualität zu bekommen.
Denn Bildung ist der Schlüssel für Armutsvermeidung und soziale Teilhabe in unserer Stadt. Man kann es nicht oft genug sagen: Die Zukunft unserer Stadt geht jeden Tag durch die Türen unserer Schulen. Wir wollen dafür sorgen, dass sich diese Türen etwas leichter öffnen lassen. Im übertragenen Sinne - nämlich passgenaue Bildungsangebote zu machen und Benachteiligungen zu verringern - bleibt das eine Mammutaufgabe für die nächsten Jahre. Im ganz praktischen Sinne - nämlich dafür zu sorgen, dass alle Schüler solide, funktionale und ansprechende Räumlichkeiten vorfinden - haben wir in diesem Jahr bereits viel dafür getan.
Auch daran sollten wir denken, wenn wir uns künftig mal wieder über Lärm oder Behinderung durch eine Baustelle in Gelsenkirchen ärgern.
Es grüßt Sie herzlich aus dem Rathaus
Ihr
Frank Baranowski