11. November 2008, 10:08 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Vor wenigen Tagen ist Gelsenkirchen mit dem European Energy Award ausgezeichnet worden. Damit werden ein weiteres Mal die beachtlichen Erfolge der Stadt beim Klimaschutz honoriert.
Gelsenkirchen erhielt den Preis für die beispielhaften Anstrengungen zur Verbesserung des städtischen Energiemanagements. Da ging es vor allem um Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs und zur verstärkten Nutzung regenerativer Energien, die in unserer Stadt eine immer größere Rolle spielen.
Knapp 90 einzelne Punkte müssen abgearbeitet werden, um im European Energy Award erfolgreich bestehen zu können. Es sind also viele kleine Initiativen, die zusammen kommen: Durch die Nachrüstung der Wärmedämmung, den Einbau moderner Heizanlagen und die richtige Einstellung alter Anlagen konnten wir den Heizenergieverbrauch unserer Gebäude deutlich senken. Der Energieverbrauch der städtischen Liegenschaften lag im Jahr 2007 insgesamt um mehr als 15 % unter den Werten des Vorjahres. In unserem Strombezug haben wir den Anteil des Ökostroms noch einmal auf nun 30 % erhöht. Allein dadurch vermeiden wir jährlich 2.500 Tonnen klimaschädliches CO2. Durch die vielen in ganz Gelsenkirchen installierten Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 3,5 Megawatt werden jährlich weitere 1.500 Tonnen vermieden.
Klimaschutz steht derzeit zu Recht ganz oben auf der politischen Agenda. Auch der letzte Lobbyist hat begriffen, dass der ökologisch verträgliche Umbau unserer Industriegesellschaft kein idealistischer Luxus, sondern eine schlichte Notwendigkeit ist. Wir in Gelsenkirchen waren da schon ein bisschen schneller. Bereits im Jahr 1997 hat Gelsenkirchen sich an der der Lokalen Agenda 21 mit dem Schwerpunkt „Energie und Klimaschutz" beteiligt. Von 2000 bis 2006 war Gelsenkirchen eine Vorreiterkommune im Energienetzwerk NRW. Und schon im Jahr 2004 wurde hier beschlossen, sich dem Zertifizierungsverfahren des European Energy Award zu unterziehen. Dieses Engagement werden wir übrigens weitere drei Jahre fortführen. Unser Ziel ist es, die Auszeichnung zu wiederholen und unser Ergebnis möglichst noch zu übertreffen.
Solarstadt Gelsenkirchen heißt Klimaschutz auf allen Ebenen
Das Engagement für den Klimaschutz ist dabei auch ein wichtiger Teil unserer Strategie, zur Solarstadt zu werden. Denn wenn wir etwa Bürger und Unternehmen für Solaranlagen auf den Dächern gewinnen wollen, dann muss auch die Stadtverwaltung mit gutem Beispiel vorangehen. Dadurch können und wollen wir glaubwürdig vermitteln, dass uns die ökologische Umgestaltung unserer Stadt am Herzen liegt. Städtisches und privates Handeln müssen hier Hand in Hand gehen. Und letztlich bemisst sich auch der Erfolg des Klimaschutzes auf weltweiter Ebene an dem Erfolg der vielen einzelnen lokalen Anstrengungen.
Solarstadt Gelsenkirchen heißt eben neben Entwicklung, Produktion und Anwendung von Solartechnologie auch, das Ziel des Klimaschutzes auf anderen möglichen Wegen weiterzuverfolgen. Die Solarstadt Gelsenkirchen hat sich deshalb längst den Beinamen „Stadt der Zukunftsenergien" gegeben. Von Energie verstehen wir in Gelsenkirchen seit jeher etwas. Energie ist unsere Vergangenheit. Und sie ist in anderer Form auch unsere Zukunft. Aber nur dann, wenn wir sie verantwortungsbewusst produzieren und verantwortlich mit ihr umgehen. Beides gehört zusammen. Und an beidem arbeiten wir. Mit Erfolg, wie man jetzt wieder sieht.
Sonnige Grüße aus dem Rathaus sendet Ihnen
Ihr
Frank Baranowski