20. Februar 2009, 15:01 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Irgendwie hatte es sich ja abgezeichnet in den letzten Wochen. Jetzt ist es offiziell: Seit Donnerstag bin ich nicht mehr im Besitz des Stadtschlüssels. Ich gebe es gern zu: Ganz freiwillig war dieser Schritt nicht.
Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ich mussten uns schließlich der karnevalistischen Übermacht, die an Weiberfastnacht zum Sturm auf das Buersche Rathaus blies, geschlagen geben. Das Stadtprinzenpaar Nils I. und Sandra I. zwang schließlich den Oberbürgermeister zur Schlüsselübergabe und schwingt nun das Zepter über Gelsenkirchen.
Sie merken es: Die „fünfte Jahreszeit“ hat Gelsenkirchen fest im Griff - worauf sich die Karnevalisten seit Hoppediz’ Erwachen am traditionellen 11.11. um 11.11 Uhr mit einem ganzen Reigen ebenso farben- wie stimmungsfroher Anlässe eingestimmt haben. Einige davon habe ich miterlebt und dabei inzwischen schon so manchen Stadtorden der Session 2008/2009 überreicht.
Und schaut man dabei so um sich, könnte man bald meinen, dass es kaum eine Gelsenkirchenerin und kaum ein Gelsenkirchener versäumt, eine der proppenvollen Festsitzungen in den Zelten und Sälen zu besuchen, Weiberfastnacht das Rathaus und das Festzelt auf der Königswiese „zu stürmen“ oder an der Cranger Straße den Rosenmontagszug zu erleben. Ihnen würden sonst wunderbare Gelegenheiten zum Mitschunkeln, Mitsingen und Mittanzen entgehen, Momente die mir immer wieder aufs Schönste zeigen, dass die Menschen in unserer Stadt gut zu feiern verstehen. Selbst die Kleinsten in den Kindergärten fiebern alljährlich Karneval und der schönen Gelegenheit entgegen, sich in Cowboy, Prinzessin & Co. zu verwandeln.
Auch ich lasse mich gerne von der guten Stimmung mitreißen, spätestens, wenn es soweit ist und an Weiberfastnacht das Rathaus gestürmt wird - von teils festlich gekleideten, teils bunt kostümierten Karnevalisten, aber auch von vielen „Zivilisten“, die sich von der Begeisterung, der Lebensfreude und der guten Laune, die sich verbreitet, haben anstecken lassen.
Ich wünsche Ihnen und uns in den „tollen Tagen“ viel Spaß - und bin sicher, den Rathausschlüssel bald wieder in Händen zu haben. In diesem Sinne ein dreifaches „Gelsenkirchen Helau“!
Ihr
Frank Baranowski