10. März 2009, 12:21 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Der Startschuss zu einem der größten Infrastrukturprojekte der nächsten Jahre ist erfolgt: 35 Millionen Euro werden insgesamt in den Umbau der Horster Straße investiert, der in dieser Woche mit dem ersten Bauabschnitt in Beckhausen begonnen hat.
Die Horster Straße ist als eine der wichtigen Hauptverkehrsstraßen in unserer Stadt - um es vorsichtig zu sagen - derzeit sehr ausbaufähig. Das betrifft zum einen ihre Funktion, das Miteinander von öffentlichem Personennahverkehr und Individualverkehr zu gewährleisten. Zum anderen aber auch ihre Gestaltung, die städtebaulich nicht mehr überzeugend ist. Beides können wir nun gemeinsam mit der BOGESTRA angehen.
Die Horster Straße bekommt dabei eine leisere Straßenoberfläche, durchgehende Radwege und Seitenbepflanzungen mit Alleebäumen. Die Investitionen in Gleise und Haltestellen entlang der Strecke sollen außerdem den barrierefreien Zugang zu den Bahnen ermöglichen, die Reisezeit verringern, Pünktlichkeit und Anschlusssicherheit erhöhen. Im Zentrum von Buer-Mitte wollen wir Bus und Bahn behutsam in den Fußgängerbereich am Goldbergplatz integrieren.
Eine Kulturmeile für Buer-Mitte
Es wird deutlich: Die Sanierung einer solch wichtigen Verkehrsachse ist ein Mammutprojekt, das sich über mehrere Jahre hinziehen wird und ganz unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werden muss. Neben der reinen Funktionalität geht es auch darum, städtebauliche Akzente zu setzen. Das machen wir, indem wir gleichzeitig am Goldbergplatz, im Bereich des Kunstmuseums in Buer-Mitte, am Beckerads Anger gegenüber der St. Ludgerus-Kirche und am Marktplatz Beckhausen Orte schaffen, die zum Verweilen einladen. Gerade der „Kulturmeile" zwischen Museum und Schauburg kommt dabei eine große Bedeutung zu.
Der Umbau der Horster Straße bleibt nicht das einzige große Infrastrukturprojekt, das wir in Gelsenkirchen jetzt angehen. In diesem Jahr geht es Schlag auf Schlag. Denn mit der Bismarckstraße nehmen wir ab Ende März eine zweite wichtige und stark befahrene Verkehrsachse in Angriff, die wir in einer mehrere Jahre dauernden 5,6 Mio. Euro teuren Sanierung umbauen. Die Anwohner werden in der nächsten Woche über die Maßnahmen des ersten Bauabschnitts informiert.
Die ersten Plätze auf dem Schalker Verein werden angelegt
Ein weiteres Großprojekt steht am ehemaligen Schalker Verein an: Das neue Stadtquartier wird an das Straßennetz angeschlossen. Hier schaffen wir gemeinsam mit der LEG mit einem Kreisverkehr an der Wildenbruchstraße/Hohenzollernstraße eine attraktive Eingangssituation. Die Parkallee als erste Erschließungsstraße sowie der Bastions- und der Festplatz werden ebenfalls noch in diesem Jahr gebaut.
Sie merken: In diesem Jahr wird sich eine ganze Menge tun - im Straßenbau und damit auch im Städtebau. Gemeinsam mit vielen anderen Akteuren bauen wir an den genannten, aber auch noch an weiteren Stellen am Gelsenkirchen der Zukunft. Bei uns stehen all diese Maßnahmen unter dem Motto „Gelsenkirchen 2020 - Zukunft findet Stadt". Eine Zukunft, die unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigt. Eine Stadt, die für jeden Platz hat. Ein Gelsenkirchen, in dem ich gern lebe. Nicht erst 2020. Aber dann erst recht.
Es grüßt Sie herzlich aus dem Rathaus
Ihr
Frank Baranowski