24. April 2009, 15:49 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Das Nationale Fußballmuseum kommt ins Ruhrgebiet. Das hat der Deutsche Fußballbund (DFB) jetzt entschieden. Und es ist - auch wenn sich Gelsenkirchen mit seinem Konzept am Ende geschlagen geben musste - trotz allem eine gute Nachricht auch für unsere Stadt.
Klar: Am Anfang überwiegt nun erst einmal die Enttäuschung darüber, so kurz vor dem Ziel noch gescheitert zu sein. Aber wenn wir die ganze Angelegenheit mit einer gewissen Distanz betrachten können, dann werden wir sehen, dass die Entscheidung des DFB ein eindeutiges Votum für die in Deutschland und Europa vermutlich einzigartige Sportstadt Ruhrgebiet ist.
Mit Dortmund und Gelsenkirchen hatten sich zwei Revierstädte in dem seit Anfang 2007 laufenden Auswahlverfahren bis in die Endrunde durchgekämpft und sich gegen so hochkarätige Konkurrenten wie Köln, Stuttgart und Berlin durchgesetzt. Mit Oberhausen waren in der vorletzten Bewerbungsrunde unter den letzten vier drei Ruhrgebietsstädte vertreten.
Keine dieser Städte - nicht Oberhausen, nicht Gelsenkirchen und eben auch nicht Dortmund - wäre so weit gekommen, wären es keine Ruhrgebietsstädte. Hätten sie nicht die Sportbegeisterung von 5,3 Millionen Einwohnern, die Woche für Woche von Hunderttausenden Aschenplatzenthusiasten gelebte Fußballkultur und die große Fußballhistorie des „Landes der tausend Derbys" in die Waagschale werfen können. Keine diese Städte wäre also so weit gekommen, gäbe es die anderen nicht.
Es bleibt ein Sieg des Ruhrgebiets
Wenn wir uns das vergegenwärtigen, dann werden wir auch diese Niederlage sportlich nehmen und vielleicht ein klein wenig auch den Sieg unserer ganzen Region darin erkennen können. Und auch wenn es zu dem ganz großen Erfolg für Gelsenkirchen dann doch nicht gereicht hat, können wir jede Menge Positives aus unserer Bewerbung um das Nationale Fußballmuseum ziehen. Am Anfang hätten wir nicht im Traum gedacht, mit unserer Bewerbung überhaupt so erfolgreich zu sein. Es spricht für unsere Leistung, innerhalb kürzester Zeit ein hochwertiges und attraktives Paket geschnürt zu haben. Die DFB-Auswahlkommission und die Landespolitik haben dies immer wieder positiv herausgestrichen. Nicht umsonst hatte sich auch der Ministerpräsident früh für den Standort Gelsenkirchen ausgesprochen.
Diese positive Würdigung sollte uns Mut machen für die weitere Entwicklung des ARENA PARKS. Dass wir dort auch große Projekte stemmen können, haben wir nun gezeigt.
Der Stadt Dortmund gratuliere ich zur geglückten Bewerbung - und damit dem ganzen Ruhrgebiet und auch uns selbst zu einer weiteren Bereicherung des sportlichen und kulturellen Lebens.
Glück auf!
Ihr
Frank Baranowski