22. Juni 2009, 09:45 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Brücken bauen - das können wir in Gelsenkirchen. Das haben wir jetzt am Wochenende wieder gezeigt, als hier gleich zwei neue Brücken feierlich eingeweiht wurden. Die eine verbindet den Norden und den Süden unserer Stadt, die andere West und Ost. Mehr Symbolik geht nicht.
Die eigentliche Symbolik aber liegt darin, dass beide Bauwerke - jedes auf seine Art - den Wandel unserer Stadt und unserer Region dokumentieren. Denn es handelt sich um echte architektonische Highlights. Die eine, die am Hafen Grimberg in einem eindrucksvollen Bogen den Rhein-Herne-Kanal überspannt, ist neuer deutlich sichtbarer Startpunkt für den beliebten Radweg auf der alten Erzbahntrasse zur Jahrhunderthalle nach Bochum. Dank der Brücke führt dieser Radweg nun weiter durch den Emscherbruch bis zur Halde Hoheward oder auf dem Emscher Park Radweg entlang des Kanals nach Dortmund oder Duisburg. Die spektakuläre Brücke des Regionalverbands Ruhr bildet damit einen wichtigen Lückenschluss im insgesamt 230 Kilometer langen Radwegenetz im Emscher Landschaftspark. Und trägt dadurch erheblich dazu bei, den Freizeitwert unserer Region noch weiter zu steigern.
Die andere Brücke - nicht minder spektakulär - überspannt jetzt die Einfahrt zum alten Kraftwerkshafen Graf Bismarck. Sie markiert den Startpunkt der heißen Phase eines der ganz wichtigen Zukunftsprojekte in Gelsenkirchen: der Entwicklung des neuen Stadtquartiers Graf Bismarck am Kanal für rund 2.000 Menschen. Die Brücke ist als nachts illuminierte Landmarke ein leuchtendes Zeichen für den Aufbruch in die Zukunft an diesem Ort, der jahrzehntelang zu den großen verbotenen Städten des Industriezeitalters gehörte. Jetzt erobert sich die Stadt, erobern sich die Menschen dieses 80 Hektar große Areal zurück. Und zwar ebenso spektakulär, wie es die Brücke ankündigt.
Denn es ist ein ganz besonderes Stück Stadt, das wir hier auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände planen: eine urbane Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit mit einer attraktiven Promenade am umgestalteten alten Kraftwerkshafen, Außengastronomie, der faszinierenden Nähe zu Wasser auf der einen und Wald auf der anderen Seite in Verbindung mit einer hervorragenden Verkehrsanbindung mitten im Revier. Nicht nur durch die Weiterentwicklung der Gartenstadtidee knüpfen wir an die Tradition an. Sorgte in dieser Herzkammer der Montanindustrie jahrzehntelang Kohle für die Energie, tut es nun die Sonne. Alle Gebäude werden mit Solaranlagen ausgestattet, die Wärmeversorgung wird innovativ und hoch effizient sein, und es sollen sich vor allem Unternehmen aus den Zukunftsenergien hier ansiedeln. Dadurch bleibt Graf Bismarck eine Kraftzentrale für die Stadt.
Das neue Bauwerk an der Hafeneinfahrt signalisiert schon jetzt diesen Brückenschlag in die Zukunft.
Es grüßt Sie herzlich aus dem Rathaus
Ihr
Frank Baranowski
http://grafbismarck.gelsenkirchen.de