30. Juni 2009, 10:21 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
„Summer in the city" - das ist ab jetzt wieder der Soundtrack der kommenden Wochen. Denn mit dem Beginn der Sommerferien fängt für viele die schönste Zeit im Jahr an. Und nicht wenige werden sie in der Stadt verbringen. Ich auch.
Denn der Kommunalwahltermin Ende August bedeutet für einen Oberbürgermeister, der sich darum bewirbt, es weiterhin zu bleiben, dass der Sommerurlaub in diesem Jahr ausfällt. So richtig böse drum bin ich eigentlich nicht. Denn ein Sommer in der Stadt, der hat eine ganz eigene Atmosphäre - da hat Joe Cocker schon recht.
Eine Stadt im Sommer, wenn die Urlauber sich zu Schwärmen formiert haben und in Richtung Süden gezogen sind, die hat eine eigene Art der Gelassenheit und Entspanntheit. Ihre Einwohnerinnen und Einwohner, die aus beruflichen oder welchen Gründen auch immer nicht weg können, versuchen, so viel Urlaub wie möglich in ihren Alltag zu integrieren. Das sorgt fast für mediterranes Flair. Straßencafés und Kneipen sind auch unter der Woche bis in den Abend gut gefüllt, Festivals und Konzerte bringen Leben in die Stadt, in den Stadtparks und Gärten dösen die Menschen entspannt in der Sonne oder im Schatten. Auch die Arbeit fällt leichter, man verlegt eine Besprechung mal ins Café oder macht zeitig Feierabend, um noch Schwimmen zu gehen.
Ich finde, auch Daheimgebliebene müssen in diesem Sommer auf nichts verzichten. Vom Revierparkfest über das Sommerfestival Schloss Berge, von Simply Red im Amphitheater oder U2 in der Arena bis zum Sommersound im Stadtgarten - der Sommer wird in Gelsenkirchen sicher heiß. Und wie in jedem Jahr sorgt die Stadt dafür, dass auch die Kinder, die nicht mit ihren Eltern wegfahren können, das Flair eines Sommers in der Stadt erleben können. Mit dem Programm „Ferien vor Ort" bieten wir in acht Jugendzentren drei Wochen lang jeden Tag ein abwechslungsreiches Programm. Unser Ferienpass sorgt darüber hinaus dafür, dass sich auch wirklich alle die zahlreichen Veranstaltungen und Attraktionen leisten können.
Ein Sonnenuntergang am Rhein-Herne-Kanal
„Cool town evening in the city", singt Joe Cocker weiter. Und Gelegenheiten, einen lauen Sommerabend zu verbringen, die haben wir en masse. Einer meiner persönlichen Favoriten: Die vom Künstler Hermann Prigann gestaltete Himmelstreppe auf der Halde Rheinelbe. Oder ein Sonnenuntergang über dem Rhein-Herne-Kanal am Rande des Nordsternparks. Ob die Costa Blanca da noch mithalten kann, weiß ich nicht. Was ich aber weiß, ist, dass man sich an solchen Abenden gern hinsetzt, um diese Stimmung zu genießen. Dass man dabei auch gern etwas Kühles trinkt.
Dass man sich diesen schönen Abend aber nicht auf Kosten anderer macht, die den Müll dann hinterher wegräumen müssen, sollte ebenso selbstverständlich sein. Denn sonst ist es an diesen schönen Orten die längste Zeit schön gewesen.
Gerade zum Start der Sommerferien verbringen viele junge Leute „coole" Abende am Berger See oder auch im Nordsternpark - das kenne ich noch selbst von früher. Das ist grundsätzlich schön, denn Grünanlagen sind dafür da, dass Menschen sich in ihnen aufhalten. Aber gerade entspannte Leute sollten daran denken, dass sie beim „Chillen" anderen doch keinen Stress machen wollen, oder?
Einen schönen Start in die Ferien wünscht
Ihr
Frank Baranowski