09. Dezember 2009, 17:02 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Vielleicht etwas maulfaul, dafür aber hilfsbereit und jederzeit willens anzupacken - so ist er, der Mensch aus Gelsenkirchen, aus dem Ruhrgebiet. Das ist natürlich längst zum Klischee geworden. Aber ich finde, es ist immer noch viel Wahres dran.
Meine Partnerin hat dazu einmal gesagt: „Wenn überall, wo sich hier Menschen gemeinsam für eine Sache engagieren, ein Lämpchen leuchten würde - ganz Gelsenkirchen würde strahlen." Und ich empfinde das ganz genauso. Es gibt hier eine so große Bereitschaft, einfach zu machen und nicht groß zu reden, die wirklich beeindruckend ist.
Das ist dann manchmal vielleicht nicht bis ins letzte Detail durchgeplant, manchmal überambitioniert, manchmal etwas blauäugig, manchmal sogar rührend naiv und manchmal auch kaum zu schaffen - aber immer voller Herzblut für die Sache und für die Mitmenschen, denen man auf diese Weise helfen möchte. Und genau auf diese Weise entsteht Neues: Indem man sich nicht im Vorfeld schon abschrecken lässt von vermeintlich zu großen Aufgaben und zum Glück erst im Rückblick feststellt, dass eine Sache ja eigentlich kaum zu schaffen war.
Jahr für Jahr fühle ich mich in meiner Einschätzung bestärkt, wenn wir in Gelsenkirchen den Tag des Ehrenamtes begehen. In dieser Woche war es wieder soweit. Gemeinsam mit der Sparkasse haben wir als Stadt dieses bunte bürgerschaftliche Engagement der Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener mit einem Empfang geehrt. Dabei sind mir wieder die tausend verschiedenen Möglichkeiten ins Auge gesprungen, sich ehrenamtlich zu engagieren. Der in diesem Rahmen zum dritten Mal vergebene Gelsenkirchener Ehrenamtspreis stand unter dem Motto „Umwelt schützen - Zukunft sichern" und würdigte diesmal besonderes ökologisches Engagement. Und gerade in diesem Bereich ist die Graswurzelarbeit, sind die kleinen Initiativen vor Ort besonders wichtig, um einen grundlegenden Wandel in Bewusstsein und Lebensstil in den Köpfen der Menschen zu verankern. Gerade auch die Solarstadt Gelsenkirchen lebt davon, dass sie auf diese Weise unterfüttert wird.
Eine Stadt, in der sich so viele Menschen für einander und für ihr Gemeinwesen einbringen, ist eine lebendige, eine solidarische und soziale Stadt. Helfen Sie mit, dass es so bleibt.
Ihr
Frank Baranowski