02. Juni 2010, 10:33 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Ein Stein allein ist nur ein Stein. Erst im Zusammenhang mit vielen anderen erhält er eine Bedeutung. Denn daraus kann sich ein Mosaik ergeben und ein Bild erzeugen von etwas ganz Großem. Ein wichtiger Baustein in diesem Sinne ist die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts der Bochumer Straße.
Die Revitalisierung der Bochumer Straße ist eines der ganz großen Projekte der kommenden Jahre. Aber man kann angesichts der Größe der Aufgabe schon manchmal Zweifel kriegen: Mensch, schaffen wir das? Aus der mittlerweile schlecht beleumundeten, teilweise stark sanierungsbedürftigen Verkehrsachse wieder etwas von der alten Prachtmeile mit ihren Gründerzeithäusern, die sie einmal war, aufleben zu lassen? Eine wuselige Geschäftsstraße mit viel Raum für Kunst und Kreativität daraus zu machen? Eine Straße, auf der man gern flaniert, auf der man im Café sitzt, in der man arbeitet und in der man wieder gern wohnt? Eine Straße, die mit ihren Institutionen wie der Heilig Kreuz-Kirche und vor allem auch dem neuen Justizzentrum Impulse für die ganze Innenstadt gibt?
Da denkt man manchmal, dieses Szenario der umgestalteten Bochumer Straße liegt weit entfernt. Dabei zeigt uns die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts des fußläufigen Teils zwischen Hauptbahnhof und Neustadtplatz: Nein, wir sind schon mitten drin. Diese Zukunft hat bereits begonnen. Das erste Steinchen diese gewaltigen Mosaiks „Neue Bochumer Straße" ist gelegt! Und dieses Steinchen macht mir jetzt schon Lust auf mehr. Es beflügelt ein ums andere Mal, sich schon einmal die gesamte Umgestaltung vorzustellen.
Und vor allem macht es Mut. Denn es zeigt: Die Pläne beginnen, real zu werden. Und das nicht nur in der Neustadt und nicht nur bei der Revitalisierung der Bochumer Straße in Ückendorf, sondern in der gesamten Stadt. Denn in Gelsenkirchen läuft das größte Stadterneuerungsprogramm aller Zeiten. An allen Ecken und Enden machen wir Gelsenkirchen zukunftsfähig und zeigen: Zukunft findet Stadt.
Und der umgestaltete Teil der Bochumer Straße kann sich jetzt schon sehen lassen, obwohl ja erst der erste der fünf Bauabschnitte des 2 Mio. Euro teuren Projekts fertig ist: die Flanierachse unter den schönen Platanen, die neuen Laternen und Bänke, die Podeste. Hier entsteht ein Ort, an dem man sich aufhalten kann, an dem sich die Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener willkommen fühlen können. Und genau so wünschen wir uns schließlich unsere gesamte Stadt. - Ein Mosaiksteinchen nach dem anderen kommt derzeit dazu.
Es grüßt Sie herzlich
Ihr
Frank Baranowski