27. September 2010, 09:31 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
„Die von der Stadt" - was tun „die" eigentlich den ganzen Tag? Was machen die, damit es mit Gelsenkirchen weiter voran geht? Ja, gemeckert ist immer schnell über „die von der Stadt". Dabei tun „die" eine ganze Menge. Man muss allerdings auch bereit sein, solche Dinge wahrzunehmen...
„Die von der Stadt" haben in den letzten Jahren auf dem alten Zechengelände Consolidation 3/4/9 ein weithin beachtetes Kinder- und Jugendtheater, ein Musikprobenzentrum, eine historische Ausstellung ermöglicht. „Die" haben dafür gesorgt, dass in der Bahnhofstraße und anderen Straßen der City rund 50 - oftmals historische - Fassaden saniert wurden. „Die" entwickeln mit dem Stadtquartier „Graf Bismarck" gerade ein ganzes neues Stadtviertel mit Hafenpromenade am Rhein-Herne-Kanal. „Die" sorgen dafür, dass auf dem Gelände des Schalker Vereins rund um das historische alte Schalthaus ein neues Stück Innenstadt entsteht. „Die" machen sich derzeit gemeinsam mit den Hertener Kollegen Gedanken darüber, was man aus der stillgelegten Zeche Westerholt in Hassel machen kann. „Die" realisieren eine Flaniermeile auf der Ebertstraße vom Heinrich-König-Platz bis zum Musiktheater, an der mit dem Neuen Hans-Sachs-Haus immerhin auch das alte und neue Rathaus der Stadt steht, dessen Neubau unter Wahrung der denkmalgeschützen Backsteinexpressionismus-Fassade im übrigen auch „die" verantworten.
Wenn dann noch Zeit ist, sorgen „die" dafür, dass ein in die Jahre gekommener 70er Jahre Wohnkomplex wie der Tossehof durch behutsamen Rückbau und Modernisierung sowie Neugestaltung wieder ein attraktives Wohnumfeld wird.
Das machen alles „die von der Stadt". Und das sind nur einige Beispiele.
Denn an allen Ecken und Enden gibt es größere und kleinere Projekte der Stadterneuerung. Es läuft derzeit das größte Stadterneuerungsprogramm in der Geschichte Gelsenkirchens. In acht definierten Stadterneuerungsgebieten stellen „die" von der Stadt die Weichen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung. In den letzten 15 Jahren haben „die von der Stadt" dafür rund 100 Mio. € an Fördermitteln beschafft, so dass insgesamt gut und gerne 800 Mio. € investiert worden sind.
Größtes Stadterneuerungsprogramm der Geschichte
Und das nicht nur in bauliche Maßnahmen. Denn Stadterneuerung ist nicht nur eine Angelegenheit von Beton und Kränen. Nein, Stadterneuerung ist auch eine Angelegenheit von Köpfen - und von Herzen. Denn es geht darum, Strukturen zu schaffen, die Chancen ermöglichen - und zwar gerade den Menschen, die es schwerer haben als andere: Familien, sozial Schwache, Senioren, Migranten. In Gelsenkirchen gibt es überdurchschnittlich viele von Ihnen. Und an den Bedürfnissen dieser Bürgerinnen und Bürger orientieren sich „die von der Stadt" bei der Stadterneuerung Gelsenkirchens. Da geht es um Integration, da geht es um Bildung, da geht es darum, Nachbarschaften zu vernetzen und das enorme Engagement der Menschen vor Ort zu unterstützen. Machen alles „die von der Stadt". Ein Eindruck davon gab es bei der ersten Woche der Stadterneuerung, in der zahlreiche Projekte sich der Öffentlichkeit vorgestellt haben.
"Wir" statt "die"
Aber „die von der Stadt" können auch nicht alles allein machen. Die Stadterneuerung funktioniert nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Denn sie sind die Experten ihres Stadtteils. Stadterneuerung ist also nicht nur eine Angelegenheit von „denen von der Stadt", sondern von uns allen in der Stadt. Es wäre schön, wenn es eines Tages dann auch nicht mehr heißen würde: „Was machen eigentlich die von der Stadt?" Sondern: „Was können wir in unserer Stadt noch gemeinsam tun?"
Ich glaube, wir sind schon auf einem guten Weg.
Glück auf!
Ihr
Frank Baranowski