06. Oktober 2010, 14:18 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Jetzt wird es ernst: Am Dienstag habe ich gemeinsam mit dem Hertener Bürgermeister Dr. Uli Paetzel in München unsere Bewerbungsmappe für die Endausscheidung um die „InnovationCity Ruhr" abgegeben. In knapp einem Monat entscheidet sich, wer unter den fünf Finalisten die ökologische Modellstadt der Zukunft sein wird.
Neben der einzigen interkommunalen Bewerbung von „Gelsenkirchen_Herten" sind noch die Städte Bochum, Bottrop, Essen und Mülheim in die Runde der letzten fünf gekommen. Unsere Chancen, am Ende InnovationCity zu werden und damit in den nächsten zehn Jahren den ersten ökologischen Musterstadtteil im Bestand aufzubauen und Investitionen in wirklich nennenswerter Größenordnung zu generieren, stehen dabei nicht schlecht.
Wir sind bereit!
Weil wir mit Gelsenkirchen_Herten einen Masterplan erstellt haben, der überzeugt. Weil wir mit Hassel, Westerholt und Bertlich Stadtteile ins Rennen schicken, in denen einiges zu tun ist, die aber auch ein enormes Potenzial besitzen - ein typisches Stück Ruhrgebiet eben! Und weil wir etwas von Energie verstehen: Sie ist unsere Vergangenheit - und sie ist unsere Zukunft! Aus der Tradition heraus Innovationen schaffen - nirgends wird das so sinnfällig wie auf der Zeche Westerholt, die je zur Hälfte in beiden Städten liegt und zum Motor der InnovationCity wird.
Wir sprengen Grenzen!
Weil wir weitergehen als andere. Weil wir in Gelsenkirchen_Herten wissen, dass die Siedlungs- und Bevölkerungsstruktur im Ruhrgebiet, soziale Schieflagen und erst recht die Herausforderungen des Klimaschutzes sich nicht an Stadtgrenzen halten. Deswegen tun wir das auch nicht. In Gelsenkirchen_Herten verbinden sich zwei Städte - mit einem Ziel!
Wir haben Mut...
Weil wir in Gelsenkirchen_Herten im Jahr 2050 CO2-frei sein wollen und schon in den nächsten zehn Jahren unseren CO2-Ausstoß um 52 % senken werden. Und weil wir ein Modell entwickeln, wie der Energiemix des Jahres 2040 in ganz Deutschland aussehen kann.
...und wir haben Ideen!
Weil wir wissen, dass für Innovationen auch die Rahmenbedingungen stimmen müssen. Weil wir wollen, dass erneuerbare Energien schnell und konkurrenzfähig ausgebaut werden. Deshalb setzen wir uns für die Einrichtung einer Unterstützungsgesellschaft mit Mitteln der NRW-Bank ein und entwickeln andere kreative Finanzierungsmodelle.
Wir können das!
Weil die Solarstadt Gelsenkirchen und die Wasserstoffstadt Herten schon seit vielen Jahren beweisen, dass die Energie bei uns nicht nur eine rußige Vergangenheit, sondern auch eine sonnige und grüne Zukunft hat. Weil nicht nur Fachhochschule und Forschungsinstitute, sondern auch Handwerker und Solarteure, Solarfabriken und Ingenieurfirmen hier echte Kompetenz in Sachen Energieeffizienz und Klimaschutz haben. Weil wir innovative Wege auch in der Bildung gehen, niemanden zurücklassen - und Kreativität und Kompetenzen ermöglichen.
Und - weil bei uns schon immer hart gearbeitet wurde!
Glück auf!
Ihr
Frank Baranowski