03. Juni 2011, 13:05 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Nicht erst in diesen Tagen, mit Veranstaltungen wie „Buer Live" und der Debatte um die Umgestaltung der Domplatte, ist Buer in Bewegung. Das ganze Jahr über ist die nördliche unserer beiden Innenstädte von wuseliger Geschäftigkeit geprägt. Buer pulsiert.
Und Buer rückt derzeit aus verschiedenen Gründen noch einmal stärker als ohnehin schon in den Fokus. Das liegt zum einen daran, dass wir in diesem Jahr mit verschiedenen Veranstaltungen und informativen Vorträgen und Ausstellungen an die Verleihung der Stadtrechte an die Gemeinde Buer vor genau 100 Jahren erinnern. Zum anderen daran, dass sich in Buer einiges tut, damit es auch in Zukunft liebenswertes und lebendiges Zentrum bleibt. Und natürlich gibt es rund um diese Projekte auch Diskussionen, Debatten und Kontroversen. Und das ist auch gut so. Denn es zeigt, dass es Ihnen, den Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchenern - und hier natürlich besonders den Bueranerinnen und Bueranern -, nicht egal ist, was vor Ihrer Haustür, in und mit Ihrer Stadt passiert.
Denn es passiert eine ganze Menge: Wir erleben immer noch die Diskussion um das Finanzzentrum, wir erleben gerade die spannende und intensive Planungs- und Konzeptionsphase der Kulturmeile zwischen Goldbergplatz und Rottmannsiepe. Und wir erleben eine städtebaulich anspruchsvolle - und gerade deswegen nicht unkomplizierte - Gestaltung des St. Urbanus-Kirchplatzes. Natürlich müssen wir auch an der einen oder anderen Stelle einräumen, dass einiges nicht so gelaufen ist, wie wir uns das vorgestellt haben - nicht ganz so schnell, nicht ganz so reibungslos. Aber in der Summe sollten wir doch auch mal festhalten, dass wir mit einigem Recht sagen können: Buer wird attraktiver werden in den nächsten Jahren.
Bei allem Streit um die Qualität von Architektur, bei allem Ärger von Anwohnern und Geschäftsleuten über ein Leben an einer Baustelle: Es lässt sich schon jetzt deutlich feststellen, dass wieder Leben auf die Domplatte zurückgekehrt ist. Hier wird eingekauft, hier wird bald auch wieder flaniert werden. Und es ist ja auch wirklich ein schöner Ort hier im Schatten der eindrucksvollen Kirche. Und auch wenn wir hier sicher noch einiges an „Feintuning" vor uns haben: die Gestaltung des Platzes wird zur Qualität des Ortes beitragen.
Buer wird noch attraktiver werden
Sie können sicher sein: Wir werden sehr genau darauf achten, dass wir unser nördliches Stadtzentrum Buer auch weiterhin pflegen und weiterentwickeln. Denn Buer besitzt auch über 80 Jahre nach dem Zusammenschluss mit Gelsenkirchen eine hohe Bindungskraft und zeigt, dass die Menschen vor Ort an ihrer Heimat hängen und stolz auf sie sind. Auch das sicherlich ein Ergebnis der über 1000-jährigen Geschichte.
Und von dieser ganz besonderen Geschichte und Identität kann unsere gemeinsame Stadt Gelsenkirchen enorm profitieren. Heute bekennt sich die Stadt Gelsenkirchen selbstverständlich und selbstbewusst dazu, dass sie eine Stadt mit zwei Zentren ist. Das ist nun einmal eine unserer Besonderheiten. Natürlich bereitet uns diese Bipolarität bisweilen Probleme: Weil sich das städtische Leben auf zwei Innenstädte verteilt, gibt es nicht die eine - geballte - Urbanität. Aber es gibt eben auch Vorteile: Denn immer dort, wo eine Stadt ein klares Zentrum hat, heißt das für den gesamten Rest: hier ist nur Peripherie. Und wer jemals in den Vororten von Paris unterwegs war, weiß, was das bedeutet.
Beide Gelsenkirchener Zentren pflegen
In unserer Stadt gibt es eben überall etwas zu entdecken - im Norden wie im Süden. Und es bedeutet eine besondere Lebensqualität, eine besondere Qualität des Wohnens, dass es in Gelsenkirchen nie weit in ein Zentrum ist. Und es bedeutet auch Lebensqualität, dass die Menschen hier die Wahl haben, stadtnah, aber grün in einer Gartenstadt oder urban in einem der Zentren zu leben. Buer mit seinem hohen Wohn- und Freizeitwert im Grünen ist dabei ein wichtiger und attraktiver Teil Gelsenkirchens.
Es grüßt sie aus dem Buerschen Rathaus (dem derzeitigen Amtssitz des Gelsenkirchener Oberbürgermeisters)
Ihr
Frank Baranowski