10. Oktober 2011, 11:50 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Herbstzeit ist Erntezeit. Die Zeit also, in der man die Früchte der zurückliegenden Arbeit ernten kann. Insofern passt es eigentlich genau, dass in Gelsenkirchen die Woche der Stadterneuerung im Herbst begangen wird.
Denn auch bei der Woche der Stadterneuerung, die jetzt zu Ende gegangen ist, konnten wir einmal mehr sehen, dass bei vielen Projekten, die vor längerer Zeit angestoßen wurden, die Saat aufgegangen ist.
So ist etwa in Buer die „Domplatte" - der St. Urbanus-Kirchplatz - nun auch offiziell den Bürgerinnen und Bürgern übergeben worden. Viele sagen: „Wurde auch Zeit." Das stimmt. Aber das Warten hat sich gelohnt. Hier ist ein wichtiges Stück Buerscher Innenstadt überzeugend neu gestaltet worden. Es ist ein schöner Platz, der deutlich sichtbar macht: Es passiert etwas in Gelsenkirchen. Schritt für Schritt und immer im Rahmen der begrenzten finanziellen Möglichkeiten gestalten wir unseren Stadtraum neu und tragen dazu bei, mehr Qualität zu schaffen: „Aufenthaltsqualität" - wie die Stadtplaner das so schön nennen. „Lebensqualität" nenne ich das.
Und so wie mit der „Domplatte" in Buer konnte auch an vielen anderen Stellen im Stadtgebiet bereits eine stattliche Ernte des Stadterneuerungsprozesses eingefahren werden. In der Woche der Stadterneuerung wurden viele dieser Projekte der Öffentlichkeit vorgestellt.
Das größte Stadterneuerungsprogramm der Geschichte
Die Stadt Gelsenkirchen erlebt derzeit das größte Stadterneuerungsprogramm ihrer Geschichte. In zehn Stadtteilen finden größere und kleinere Projekte der Stadterneuerung statt. In den letzten Jahren waren es rund 150 Projekte, in die 127 Millionen Euro investiert wurden: von Fassadensanierungen an der Bahnhofstraße, der Entwicklung eines neuen Stadtquartiers auf dem Gelände von Graf Bismarck oder dem Schalker Verein bis hin zu Platzgestaltungen in der Nachbarschaft. Die Lebensqualität von über 100.000 Menschen, die in den Programmgebieten wohnen, wird auf diese Weise dauerhaft gesteigert. Das ist das Ziel all dieser Anstrengungen: Gelsenkirchen jeden Tag ein weiteres Stück lebenswerter zu machen.
Diesen Prozess gestalten wir seit Jahren. Das Schöne an ihm sind natürlich immer die Momente, in denen größere und kleinere Projekte ihrer Vollendung entgegen gehen. So wie bei der Domplatte. So wie beim Hans-Sachs-Haus, das im nächsten Jahr wieder seine Pforten öffnen wird. Oder wie beim Stadtquartier Graf Bismarck, das bereits im Entstehen begriffen ist. Hier wurden die ersten Grundstücke verkauft und die ersten Baumaßnahmen begonnen. Damit nimmt ein großes attraktives Stadtquartier mit Wohnen und Arbeiten am Wasser tatsächlich Gestalt an. Ein anderes Beispiel ist der Tossehof, jene Hochhaussiedlung der 1970er Jahre, in der über 3.000 Menschen leben und die durch zahlreiche Maßnahmen wieder wohnlicher und menschlicher gestaltet wurde. Auch hier konnte der teilweise Rückbau und die Komplettsanierung der Häuser an der Kopernikusstraße bereits fertig gestellt werden. Die neu eingezogenen Mieter sind hier regelrecht begeistert.
Sie sehen: Die Stadterneuerung verändert das Gesicht Gelsenkirchens nachhaltig. Zukunft findet Stadt. Jetzt und hier in Gelsenkirchen.
Glück auf!
Ihr
Frank Baranowski