11. September 2012, 11:40 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Es gibt Sätze, die kann man gar nicht oft genug sagen. Einer davon ist: Die Zukunft unserer Stadt geht jeden Tag durch die Türen unserer Kindergärten und Schulen. Mit Beginn des Schuljahres öffnete sich eine neue Tür - die der Sekundarschule Hassel. Diese neue Schulform ist ein wichtiger Baustein, um unseren Kindern und Jugendlichen und damit auch unserer Stadt eine gute Zukunft zu ermöglichen.
Denn hier wird ohne frühe Auslese oder Ausgrenzung jedes Kind individuell gefordert und gefördert, um es für eine Berufsausbildung oder die Oberstufe zu qualifizieren. Es ist die erste Schule dieser Art in Gelsenkirchen und hat Modellcharakter.
Ich bin zuversichtlich, dass diese Schule dazu beitragen wird, die in unserer Gesellschaft leider bestehenden Bildungsbenachteiligungen etwas zu verringern. Und damit wäre viel gewonnen - denn es darf einfach nicht von der Herkunft der Eltern und von ihrem Geldbeutel abhängen, welche Bildungs- und damit auch Lebenschancen ein Kind hat.
Doch für eine gute Bildung reichen Schulen als Orte des Lernens allein nicht aus. Seien sie auch noch so zukunftsweisend und ihre pädagogischen Konzepte auch noch so gut. Eine gute Schule öffnet sich, setzt auf Kontaktpflege, auf Kooperation mit den Eltern, aber auch mit außerschulischen Partnern.
Bildungsoffensive
In Hassel hat dies eine gute Tradition. Ein Netzwerk aus Firmen, gemeinnützigen Organisationen, Kirchen, sozialen Projekten und engagierten Bürgerinnen und Bürgern startete hier eine Bildungsoffensive. Diesem Ansatz, der Verzahnung von schulischen und außerschulischen Angeboten und dem Ziel ein Gesamtsystem von Bildung, Erziehung und Betreuung zu schaffen, fühle ich mich verpflichtet.
Die Stadt setzt daher nicht nur mit ihren schulischen Angeboten Akzente. So können sich zum Beispiel in der Kreativwerkstatt Kinder und Jugendliche als Forscher, Künstler, Wissenschaftler und Entdecker ausprobieren. Fast 70 Netzwerkpartner bieten rund 190 Kurse rund um die Themen Naturwissenschaften, Medienkompetenz und künstlerische Kreativität an.
Bildung ist Lebensmittel
Der Satz "Nicht für die Schule, nein fürs Leben lernen wir" klingt heute etwas altbacken. Dabei trifft er doch zu. Denn Bildung drückt sich nicht nur in Noten aus, ist mehr als die notwendige Qualifizierung für Beruf oder Studium. Bildung ist ein Lebensmittel. Ein Mittel zur Orientierung in der Welt und zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit. Diese Chance muss jedem Menschen gegeben werden.
Gelsenkirchen braucht seine Menschen und sollte daher alles tun, Bildungschancen zu ermöglichen. Denn es sind die Menschen, die die Zukunft unserer Stadt gestalten. Sie machen Gelsenkirchen.
Die Sekundarschule bietet als ganz neue Schulform große Chancen. Denn es ist Schule, die den ganzen Menschen im Blick hat. Sie will Schülerinnen und Schülern wie Lehrerinnen und Lehrern Türen öffnen, die ihnen sonst verschlossen blieben. Und das darf nicht sein. Schließlich gilt ja - wir erinnern uns-: Die Zukunft unserer Stadt geht jeden Tag durch die Türen unserer Kindergärten und Schulen...
Glück auf!
Ihr
Frank Baranowski