24. September 2012, 10:24 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Einen nachhaltigen Eindruck hat Gelsenkirchen offenbar bei den Vereinten Nationen gemacht. Denn bereits zum dritten Mal - und das in Folge - darf unsere Stadt den Titel UN-Dekadenstadt Bildung für Nachhaltige Entwicklung führen. Das gelingt nur ganz wenigen Städten.
Es ist eine weitere von vielen Auszeichnungen. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie zeigen, dass wir in Gelsenkirchen unter schwierigen Bedingungen einiges bewegen. So sind wir zum Beispiel ausgezeichnet kinderfreundlich, seniorenfreundlich, sportlich und eben auch nachhaltig.
Zukünftige Generationen sollen mindestens dieselben Chancen auf ein erfülltes Leben haben wie wir. Um diesem Ziel näher zu kommen, haben die UN die Jahre von 2005 bis 2014 als Dekade einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung ausgerufen. Nachhaltige Entwicklung verbindet wirtschaftlichen Fortschritt mit sozialer Gerechtigkeit und den Schutz der natürlichen Umwelt.
Was wir in Gelsenkirchen tun, um diesem großen Ziel näherzukommen, gilt den Vereinten Nationen als vorbildlich. In einer Stadt wie Gelsenkirchen, in der mit jedem ausgegebenen Euro möglichst gleich mehrere Ziele zu erreichen sind, ist das mit Geld allein dennoch nicht zu schaffen. Deshalb setze ich auf unser größtes Kapital: auf die Bürgerinnen und Bürger, auf die Menschen dieser Stadt.
Ohne ihr Engagement gäbe es vieles nicht, was uns zur einzigen UN-Dekadenstadt im Ruhrgebiet macht. Sei es das Umwelt-Diplom der Stadt, die Gelsenkirchener Färbergärten als Teil eines internationalen Netzwerkes oder die Kinderumweltzeitung. Darauf bin ich als Oberbürgermeister, darauf können alle Bürgerinnen und Bürger, stolz sein.
Ein besonderer Grund zur Freude ist, dass Gelsenkirchen zu den Top-Drei der Städte gehört, die für den erstmals ausgelobten Deutschen Nachhaltigkeitspreis für Städte und Gemeinden nominiert wurden.
Kinder und Jugendliche in ihrer Bildungsbiografie von Anfang an unterstützen und sie so zu befähigen, an einer Welt zu bauen, die auch morgen noch lebenswert ist - diesen Weg wollen wir in Gelsenkirchen konsequent weitergehen. Wenn wir dabei weitere Auszeichnungen bekommen sollten, ist das umso besser. Schließlich zeigt es, dass wir in Gelsenkirchen etwas leisten, das weit über die Stadtgrenzen hinaus beachtet und als vorbildlich anerkannt wird.
Vom Projekt zum Prinzip
Der Begriff Nachhaltigkeit hat mehrere Bedeutungen. Nachhaltig - das bedeutet auch, dass etwas lange wirkt. Etwas über einen längeren Zeitraum seine Wirkung entfaltet und nicht ein bloßes Strohfeuer ist. Bildungsarbeit darf kein Strohfeuer sein. Sie braucht Kontinuität, und genauso machen wir das in Gelsenkirchen. Denn Bildung ist das Fundament auf dem wir eine gute Zukunft unserer Stadt und ihrer Menschen bauen.
Bildung für Nachhaltige Entwicklung startete in Gelsenkirchen mit einigen, viel beachteten und auch ausgezeichneten Projekten. Daraus entwickelten sich Netzwerke starker Partner, die kontinuierlich zusammenarbeiten. Inzwischen ist Bildung für Nachhaltige Entwicklung in der Bildungsarbeit unserer Stadt verankert und zum Prinzip geworden.
Vom Projekt zum Prinzip - das ist der Weg, den wir in Gelsenkirchen erfolgreich gegangen sind. Doch dieser Weg ist noch lange nicht zu Ende. Die vielen Auszeichnungen für unsere Stadt zeigen aber, dass die Richtung stimmt.
Glück auf!
Ihr
Frank Baranowski