27. November 2012, 12:26 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Den Klimawandel wird niemand allein aufhalten oder bremsen. Um ihm entgegenzuwirken, kommt es auf sehr viele Menschen an, überall auf der Welt. Mit dem, was wir in Gelsenkirchen dazu beitragen wollen, verhält es sich ebenso: Wir wollen in unserer Stadt den Verbrauch von Treibhausgasen deutlich senken. Und dafür kann jede und jeder etwas tun!
Unser Gelsenkirchener Ziel lautet: Wir wollen den Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid auf unserem Stadtgebiet bis zum Ende des Jahrzehnts um ein Viertel verringern - mindestens. Für dieses ehrgeizige Ziel wollen und werden wir einiges tun. Der Anfang ist bereits gemacht: Der Rat der Stadt hat ein Klimaschutzkonzept verabschiedet, das sehr viele Einzelmaßnahmen benennt, die wir Schritt für Schritt umsetzen. Die Stadtverwaltung hat eine Koordinierungsstelle zum Thema Klimaschutz geschaffen sowie zwei Klimaschutz-Managerinnen eingestellt, die Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürgern bei ihren Anstrengungen für mehr Klimaschutz unterstützen.
Dabei können wir in Gelsenkirchen auf jahrelange Erfahrung bei der Erzeugung und Nutzung von klimaverträglichen Zukunftsenergien zurückgreifen. Wir haben uns ja schon lange auf den Weg von der Kohle zur Sonne und anderen sauberen Energieträgern gemacht: In unserer Stadt drehen sich weithin sichtbare Windräder, Grubengas wird ebenso verwertet wie Biogas, Gelsenkirchener Unternehmen stellen Kraftwärmeanlagen, Brennstoffzellen, Wärmepumpen und Komponenten für Windenergieanlagen her. Wir haben mehr als 600 Solaranlagen, die Strom produzieren, und auf mehr als 3.500 Quadratmetern wird mit Sonnenkraft Wärme erzeugt. In Gelsenkirchen befindet sich die erste Solarsiedlung im Ruhrgebiet und auch die erste Klimaschutzsiedlung in NRW.
Auf die vielen kleinen Schritte kommt es an
Doch damit wollen wir uns nicht zufrieden geben. Wir können noch deutlich mehr leisten. Für die Gelsenkirchener Unternehmen, für jede und jeden Einzelnen kann sich das lohnen - schließlich gibt es kaum einen besseren Weg, Geld zu sparen, als weniger Energie zu verbrauchen. Das kann damit anfangen, dass wir das Auto mal Zuhause stehen lassen und Rad fahren, dass wir im Stadtteil oder auf dem Markt einkaufen gehen und regionale Produkte bevorzugen. Oder dass Sie die Energie-Effizienz am bereits gebauten oder noch zu bauenden eigenen Haus maximieren.
Es gibt viele Punkte, wo wir ansetzen können. Und dabei ist jede und jeder Einzelne von uns gefragt - schließlich gibt es keinen Klimaschutz ohne Klimaschützer. Am meisten können wir erreichen, wenn wir zusammenarbeiten, wenn wir unsere Ideen tauschen, uns von Anderen inspirieren lassen oder ihnen helfen. Darum lädt die Stadt Gelsenkirchen zur Bürgerwerkstatt Klimaschutz ein, um gemeinsam darüber zu diskutieren, welchen konkreten Beitrag Sie und ich und alle Gelsenkirchener Bürgerinnen und Bürger zum Klimaschutz leisten können.
Denn sicher ist: Letztlich werden wir alle vom gemeinsamen Einsatz für den Klimaschutz profitieren - durch eine gute technologisch-wirtschaftliche Entwicklung in Gelsenkirchen und einen Zugewinn an Lebensqualität!
Glück auf!
Ihr
Frank Baranowski