06. Dezember 2012, 16:21 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Unsere Stadt hat sich gegen starke Konkurrenz durchgesetzt. Für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis hatten sich insgesamt 119 Kommunen beworben. Der von der UNESCO ausgelobte Sonderpreis Bildung für Nachhaltige Entwicklung geht an Gelsenkirchen.
Es ist der Lohn für das oft ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger und zeigt, dass der eingeschlagene Weg, konsequent auf Bildung zu setzen, der richtige ist.
Die Auszeichnung der Jury kommt nicht von ungefähr. In ihrer Begründung hebt sie zum Beispiel die erfindungsreiche Vorgehensweise in unserer Stadt, die zahlreichen Aktivitäten zur Bürgerbeteiligung und die Netzwerkbildung für eine Bildung für Nachhaltige Entwicklung hervor.
Gute Kinderbetreuung und gute Bildung kosten Geld. Doch jeder hier investierte Cent ist kein Luxus, sondern im Gegenteil eine notwendige Investition in die Zukunft unserer Stadt. Es ist gut angelegtes Geld, denn Bildung ist die beste Stadtentwicklungspolitik.
Starke Netzwerke
Wie andere Ruhrgebietskommunen müssen auch wir an vielem sparen. An einem aber sparen wir nicht - und das ist eben der Bereich Bildung. Gleich mehrfach sind unsere Präventionsketten ausgezeichnet worden, die wir in der Bildung und der Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Familien aufgebaut haben. Sie dienen u.a. der Armuts- und Gesundheitsprävention und helfen gleichzeitig, Kosten zu sparen.
Doch so sparen wir nicht nur, wir investieren auch und arbeiten an der Zukunft unserer Stadt. Das können wir nur gemeinsam tun, mit den Menschen unserer Stadt. Sie werden gebraucht, um den demografischen Wandel zu gestalten, die Chancen der Globalisierung zu nutzen oder um vor Ort zu helfen, das Klima zu schützen. Ein aktives und aktivierendes Stadtleben braucht Menschen, die Strategien mitentwickeln, sie mittragen, umsetzen, mit Leben füllen und weiterdenken. Für die nachhaltige kommunale Entwicklung ist die Bereitschaft und Befähigung unserer Bürgerinnen und Bürger, die Zukunft verantwortlich mit zu gestalten, unverzichtbar. Hierbei setzen wir auf Bildung für Nachhaltige Entwicklung.
In Bildung investieren
Denn wenn man nur wenig Geld zur Verfügung hat, dann muss man in Bildung investieren. So befähigt man die Menschen, in einer immer komplexer werdenden Welt sowohl ihr eigenes Leben zu gestalten als auch Verantwortung für eine sozial gerechte und lebenswerte Welt zu übernehmen.
Kommunen stehen heute vor enormen Herausforderungen. Sie müssen lokal passende Antworten auf gesamtgesellschaftliche, ja auf globale Entwicklungen finden. Da sind wir auf einem guten Weg. Was mit vielen kleinen Schritten begann, ist zu einem starken Netzwerk unterschiedlicher Partner angewachsen und inzwischen zu einem Prinzip städtischen Handels geworden.
Der Blick zurück auf das bereits Geleistete ist sicher kein Anlass, die Hände in den Schoß zu legen. Zu viel bleibt noch zu tun. Doch die verschiedenen Auszeichnungen für unser Engagement zeigen deutlich, dass uns vor der Zukunft nicht bange sein muss, wenn wir sie konsequent und gemeinsam angehen.
Glück auf!
Ihr
Frank Baranowski