21. Februar 2013, 16:13 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Noch sind es kleine, unscheinbare Baupläne. Zeichnungen mit Angaben zu Zimmeraufteilung, Quadratmetern, Deckenhöhe. Und doch steckt jede Menge Zukunft darin – ein wichtiges Stück Zukunft für unsere Stadt. Denn in den nächsten Monaten werden aus diesen Plänen neue Kindertagesstätten. Ja, in diesem Frühjahr werden wir mit dem Bau von gleich sechs Kitas starten!
Das ist ein großes Vorhaben; ein Vorhaben, das Zukunft entstehen lässt. Die neuen Kitas kommen dorthin, wo der Betreuungsbedarf am höchsten ist: nach Schalke und Bismarck, nach Bulmke-Hüllen, Erle und Resse. Und die Resser Mark, unser kleinster Stadtteil, erhält sogar erstmals überhaupt eine Kita. Wir wollen in diesen Stadtteilen das Netz der öffentlichen Kinderbetreuung noch etwas dichter ziehen, jungen Eltern noch mehr und bessere Angebote machen – und die Wege zur Tagesstätte ein bisschen kürzer gestalten. Davon sollen die Eltern von Vorschul-Kindern schon sehr bald etwas haben: Im nächsten Jahr sollen die neuen Einrichtungen die Türen öffnen.
Nicht nur in der Resser Mark werden sich die Betreuungsquoten für Unter-Dreijährige ganz erheblich verbessern. Dabei stehen wir gar nicht schlecht da: Die aktuelle U-3-Betreuungsquote liegt bei etwa 31 Prozent – relativ nahe an der Zielmarke, die Experten lange als den Bedarf deckend ausgegeben haben. Und wenn die sechs neuen Gebäude noch dazu kommen, dann erreichen wir in Gelsenkirchen sogar eine Quote von rund 35 Prozent. Für die älteren Kinder sieht es noch besser aus, hier liegt die Betreuungsquote stadtweit nahe 100 Prozent.
Dahinter steht eine enorme Leistung: 2007 konnten wir in unserer Stadt lediglich etwa 550 Betreuungsplätze für Kleinkinder anbieten – im nächsten Jahr werden es mehr als 2.000 sein. Wie Sie sich vorstellen können, bin ich richtig froh über diese Entwicklung. Denn auch wenn wir es für einen Moment fast vergessen hätten: Unser bekanntermaßen knappes Budget macht es uns ja nicht immer einfach, Investitionen vorzunehmen. Aber vor dem Hintergrund, alles zu tun, um den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz zu gewährleisten, gab es keine zwei Meinungen darüber, ob diese Investitionen nötig sind.
In Schalke, Bismarck und Bulmke-Hüllen, in Erle, Resse und der Resser-Mark – überall entstehen jetzt also wertvolle Angebote für junge Familien. Angebote, die den Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern, die aber auch ein unverzichtbarer Ort für unsere früh einsetzenden Bildungsangebote und Sprachkurse sein werden. Angebote, die uns wichtig sind – denn in den Kitas wollen wir Sorge dafür tragen, dass möglichst alle jungen Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener einen guten Start in ihr Leben haben!
Glück auf!
Ihr
Frank Baranowski