19. Dezember 2014, 14:52 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Es ist schon komisch. Man steckt gefühlt noch mitten im Jahr, hat mehr als genug zu tun, gerade im Dezember fallen ja noch einmal richtig viele Termine an, vom Geschenkekauf gar nicht zu reden – und doch stellen wir uns schon auf Abschied ein. Abschied vom Jahr 2014. Aber wie war dieses Jahr eigentlich für uns – wie war 2014 für uns und unsere Stadt?
Künftig werden wir uns vermutlich vor allem wegen zweier Ereignisse an 2014 erinnern, die es so nur in diesem Jahr gab. Wobei sich Ela, das Unwetter vom Pfingstwochenende, auch bloß nicht wiederholen soll. Aber wer hat nicht den Tag danach vor Augen, als zu sehen war, welch Schäden es gab, was für massive Bäume umgeknickt sind? Ebenso wird 2014 wohl noch lange mit der Fußball-WM in Verbindung gebracht, mit jenem Turnier, das für die deutschen Fußballer ein so erfolgreiches Ende fand, bei dem zwei gebürtige Gelsenkirchener mit dabei waren und vier Spieler, die ihre Ausbildung in unserer Stadt erhalten haben. Ja, da traten auf der ganz großen Bühne des Sports die Früchte langjähriger Ausbildung und geduldiger Arbeit zu Tage!
So, wie dieser Erfolg auf zahllosen Stunden stiller Vorarbeit beruhte, so haben wir auch 2014 in Gelsenkirchen Vorarbeiten für eine möglichst erfolgreiche Zukunft geleistet. Wir waren an sehr vielen Stellen tätig, beharrlich und oft im Stillen, aber im Bewusstsein, in die richtige Richtung zu wirken. Manches Ergebnis wurde jetzt bereits sichtbar. Etwa dies: Wir haben unsere Kinderbetreuung noch einmal kräftig ausgebaut, gleich sechs neue Kitas wurden binnen zwei Jahren errichtet oder erweitert und konnten 2014 ihre Türen öffnen. Und damit all die städtischen Unterstützungsangebote auch stets den richtigen Adressaten erreichen, haben wir das Familienbüro, eine zentrale Anlaufstelle für Eltern und Kinder in der Gelsenkirchener City, geschaffen.
Neben dem Familienbüro nimmt der erneuerte Heinrich-König-Platz langsam Gestalt an, bald fehlt nur noch das neue Pflaster. Stadterneuerung war 2014, es kann kaum anders sein, weiter ein großes Thema in Gelsenkirchen. Für die Vitalisierung der Bochumer Straße haben wir einen Masterplan aufgestellt, stadtweit haben wir mehrere Schulen, Spiel- und Bolzplätze saniert oder gebaut – und die ohnehin schon laufenden Aktivitäten in Hassel auf solide Beine gestellt. Hassel ist seit Januar 2014 offizielles Stadterneuerungsgebiet, gemeinsam mit zwei Hertener Stadtteilen. Wo Städte zusammengehören, wie rund um die frühere Zeche Westerholt, da entwickeln wir sie auch gemeinsam mit unseren Nachbarstädten!
Was geschah noch 2014? 2014 wurde sichtbar, wie bemerkenswert die Quartiersarbeit in unserem Generationsnetz ist – die Zusammenarbeit von städtischen Stellen, Nachbarschaftsstiftern, engagierten Bürgern, Kaufleuten, Pflegekräften und Wohlfahrtsverbänden für ein achtsames Miteinander in lebendigen Wohngebieten. Das Bundesforschungsministerium wählte unter 80 Kandidaten Gelsenkirchen als Modellkommune aus, wir entwickeln nun in diesem Projekt technische Lösungen, um das Leben im Quartier zu erleichtern. Zudem haben wir einige Unternehmensansiedlungen erzielt, die größte gerade im November mit der Deutschen Lagerhaus Gesellschaft, die an der A 42 investieren und auch Arbeitsplätze schaffen wird.
Und natürlich gehört für mich zum Jahr 2014 der Mai mit der Kommunalwahl, die mir noch einmal die Gewissheit gebracht hat, auf dem richtigen Weg zu sein. Ich kann weiter mit Leidenschaft, Beharrlichkeit und Mut zu langfristigen Strategien für meine Heimatstadt, für Gelsenkirchen tätig sein – und darf davon ausgehen, dass der eingeschlagene Pfad die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger hat.
2015 will ich diesen Weg fortsetzen. Ehe wir uns aber im neuen Jahr wieder an die Arbeit begeben, sollten wir uns vorher einige ruhige Tage gönnen. Ich wünsche Ihnen allen schöne Festtage, eine erholsame und angenehme Zeit. Kommen Sie gut in ein möglichst glückliches und gesundes 2015!
Ihr
Frank Baranowski