17. März 2021, 16:25 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Obwohl die Stadt Gelsenkirchen bereits ausdrücklich darauf hingewiesen hat, dass die über die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe gebuchten Termine nur Personen im Alter von 80 Jahren oder älter vorbehalten sind, häufen sich im Impfzentrum weiterhin Anmeldungen von Personen, die keinen Anspruch auf einen Impftermin haben, da sie jünger sind. Tatsächlich erreicht die Quote derzeit bis zu 15 Prozent der gebuchten Termine.
„Wir lassen uns von jedem Besucher den Ausweis zeigen. Wer die Bedingungen nicht erfüllt, den müssen wir abweisen. Und das tun wir auch konsequent“, erläutert Julius Leberl, stellvertretender Leiter des Impfzentrums.
Die unberechtigten Buchungen führen nicht nur zu ärgerlichen Diskussionen vor Ort, sondern sie stören auch den Ablauf der Impfungen erheblich. Bei bis zu 60 oder mehr Fehlbuchungen am Tag bleiben am Abend dann nämlich viele Impfdosen übrig, für die kurzfristig und sehr aufwändig impfberechtigte Personen gefunden werden müssen. Gleichzeitig verlängern sich so die Wartezeiten durch die Fehlbuchungen für alle anderen.
Die Stadt Gelsenkirchen wird nun über 80-jährige, die eigentlich einen späteren Termin haben, anrufen und ihnen kurzfristig einen früheren Termin anbieten. Leberl: „Diese Anrufe erfolgen ab sofort. Dies kann für die Betroffenen natürlich durch die Kurzfristigkeit Unannehmlichkeiten bedeuten.“
„Ich wiederhole meine Aussage, dass es ein höchst unsolidarisches Verhalten ist, einen Termin in dem Wissen zu vereinbaren, dass man noch nicht dran ist“, so Luidger Wolterhoff, Leiter des Krisenstabs, der noch einmal und dringend an die Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener appelliert: „Bitte buchen sie nur einen Termin, wenn sie tatsächlich dazu berechtigt sind.“
Die Impfungen mit dem Vakzin von AstraZeneca sind weiterhin gestoppt. Sobald der Impfstoff wieder freigegeben ist oder ein anderer Impfstoff in ausreichender Menge zur Verfügung steht, wird die Stadt Gelsenkirchen das umgehend bekanntgeben.