12. März 2021, 08:31 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Laptop. Bildrechte: Nao Triponez / Pexels
Wie sicher ist das Leben für Juden in Deutschland? Dieser Frage spürt der Duisburger Historiker Dr. L. Joseph Heid bei seinem Online-Vortrag zum Thema „Müssen wir wieder die Koffer packen? - Zur Lage der Juden in der Bundesrepublik“ nach.
Das Institut für Stadtgeschichte (ISG) lädt zu diesem Vortrag am Mittwoch, 17. März 2021, ab 18 Uhr ein.
Nach dem Holocaust hat es bei den in Deutschland lebenden Juden sprichwörtlich immer geheißen, sie säßen auf gepackten Koffern. Dann, als sich ihre Situation konsolidiert hatte, hieß es, die Koffer seien nunmehr ausgepackt.
Dies hat sich ganz offensichtlich im wiedervereinigten Deutschland geändert: Spätestens nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle hat sich in der Bundesrepublik wieder ein alt-neuer Antisemitismus breitgemacht, der bei den Juden die Frage aufwirft, ob die Koffer wieder gepackt werden müssen.
Wie sicher ist jüdisches Leben in Deutschland heute? Diesem Thema widmet sich Ludger Heid, der Geschichte, Judaistik und Pädagogik an der Universität Duisburg studierte, später als Lehrer und Lehrbeauftragter arbeitete und sich sowohl als Autor als auch als Mitherausgeber der Reihe „Campus Judaica“ einen Namen gemacht hat.
Sein Vortrag findet im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt und kann von jedem Endgerät aus live miterlebt werden. Dafür ist eine vorherige Anmeldung per E-Mail an isg@gelsenkirchen.de erforderlich. Die Zugangsdaten werden dann am Vortragstag ebenfalls per E-Mail mitgeteilt.