30. April 2020, 12:30 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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In der Onlinevortragsreihe „vhs,wissen live“, die auch von der Volkshochschule Gelsenkirchen gezeigt wird, geht es am Mittwoch, 6. Mai 2020, um 19:30 Uhr um aktuelle Formen des Antisemitismus. Dieser Begriff taucht nahezu täglich in den Medien auf.
An Meldungen über Angriffe auf Juden und jüdische Einrichtungen haben sich die meisten Deutschen schon fast gewöhnt. Und selbst wenn Ereignisse wie der versuchte Anschlag auf die jüdische Gemeinde in Halle kurzfristig für öffentliche Empörung sorgen, sind diese nach ein paar Tagen schon wieder vergessen.
Dieser Gleichgültigkeit versucht die Politik mit Warnungen vor einem „neuen 1933“ entgegenzutreten. Der Blick richtet sich damit automatisch auf die extreme Rechte, die tatsächlich einen großen Teil antisemitischer Straftaten zu verantworten hat. Doch darf der Antisemitismus, wenn er wirksam und in all seinen Erscheinungsformen bekämpft werden soll, nicht auf den alten und neuen Nationalsozialismus reduziert werden. Vielmehr ist er als gesamtgesellschaftliches Phänomen zu analysieren, das in einer langen europäischen (und islamischen) Tradition steht.
Diesem geht Dr. Philipp Lenhard, Akademischer Rat a. Z. am Lehrstuhl für Jüdische Geschichte und Kultur der Ludwig-Maximilians-Universität München, in seinem live gehaltenen, kostenfreien Online-Vortrag nach.
Für eine Teilnahme ist lediglich ein internetfähiges Endgerät mit Lautsprechern oder Kopfhörern notwendig. Zum Erhalt der Zugangslinks ist eine formlose Anmeldung bei der Volkshochschule Gelsenkirchen unter brigitte.schneider@gelsenkirchen.de notwendig. Ausführliche Informationen zu allen Online-Veranstaltungen sind auf der Seite der VHS veröffentlicht.