17. April 2014, 10:53 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
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Nach der Umsetzung des 6-Punkte-Programms zur Lärm- und Schadstoffreduzierung auf der Kurt-Schumacher Straße (unter anderem Reduzierung auf Tempo 50) ergreift die Stadt Gelsenkirchen eine weitere Maßnahme zur Senkung des Feinstaubs. Die Bushaltestelle Schalker Meile in südlicher Fahrtrichtung in Höhe Kurt-Schumacher-Straße 109 wird aufgegeben und probeweise ab dem 28. April für ein Jahr auf die Höhe der Hausnummer 125 verlegt.
Damit folgt die Stadt Gelsenkirchen einem Hinweis des Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW (MKULNV) sowie der Bezirksregierung Münster. Die Messstation an der Kurt-Schumacher-Straße nehme mit 26 Überschreitungstagen Feinstaub (PM10) in NRW die Spitzenposition in der Liste der Stationen mit Grenzwertüberschreitungen ein (Stand Ende März 2014). Erlaubt sind 35 Überschreitungen pro Jahr. Die Überschreitungen der Grenzwerte werden von der Kommission der Europäischen Gemeinschaften geahndet.
Die Bushaltestelle Schalker Meile in südlicher Fahrtrichtung liegt unmittelbar in Höhe des Messcontainers an der Kurt-Schumacher-Straße. Es wird angenommen, dass der erhöhte Schadstoffausstoß bei der Anfahrt der Busse und der dahinter wartenden Fahrzeuge zu erhöhten Schadstoffbelastungen im unmittelbaren Bereich des Containers beitragen kann. Durch eine Verlegung der Halteposition soll eine Verbesserung der Verkehrssituation erwirkt werden, was eine positive Entwicklung der Feinstaubbelastung entlang der Kurt-Schumacher-Straße erwarten lässt.
Die Kurt-Schumacher-Straße (KSS) ist lufthygienisch auffällig. Die Belastungen durch Stickstoffdioxid und Feinstaub stellen weiterhin ein großes Problem dar. Sie müssen im Hinblick auf die Gesundheitsvorsorge reduziert werden. Lokaler Hauptverursacher ist auf der Grundlage der Erhebungsdaten des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) und der für die Umsetzung des Luftreinhalteplans zuständigen Bezirksregierung Münster der lokale Verkehr. Neben den lokalen Emissionsquellen spielen Inversionswetterlagen sowie Hintergrundbelastungen eine Rolle.