29. August 2013, 11:01 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 29. August 2013, 11:01 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
Die Stadt Gelsenkirchen setzt ab dem 2. September 2013 eine weitere Stufe des Luftreinhalteplans zur Verminderung der Belastungen mit Feinstaub und Stickstoffdioxid im Bereich der Kurt-Schumacher Straße im Abschnitt Uferstraße bis Florastraße um.
Nachdem die Verlagerung des Durchgangsverkehrs in Fahrtrichtung Süden bereits als Testphase realisiert worden ist, wird nun die Geschwindigkeit von 60 km/h auf 50 km/h reduziert, der öffentliche Personennahverkehr optimiert und in Fahrtrichtung Norden das Linksabbiegen von der Kurt-Schumacher Straße in die Hubertusstraße untersagt.
Mit diesen Veränderungen müssen auch die betroffenen Ampelanlagen an die Geschwindigkeit, an die „Grüne Welle“ und die Belange der Fußgänger und Radfahrer angepasst werden. Im Ergebnis wird der normale Kraftfahrzeugverkehr trotz bevorrechtigter Straßenbahn flüssiger als heute laufen.
Aus technischen Gründen ist es zunächst erforderlich alle betroffenen Anlagen auf ein sogenanntes Festzeitprogramm mit Tempo 50 umzustellen, um dann nach und nach bis Ende des Jahres alle Ampelanlagen mit neuer Soft- und Hardware zu versehen sowie sie baulich anzupassen. Während der Umschaltzeiten werden die jeweiligen Ampeln kurzzeitig ausgeschaltet. Das Referat Verkehr bittet daher in der Zeit vom 2. bis zum 4.September 2013 um besondere Aufmerksamkeit.
Nach der ersten Umschaltphase werden die Ampeln auf eine optimierte verkehrsabhängige Steuerung umgebaut. Hierfür müssen teilweise umfangreiche Tiefbau- und elektrotechnische Arbeiten durchgeführt werden. Diese Umbauarbeiten sollen bis Ende 2013 abgeschlossen sein.
Während der Umstellungsphase sind technisch bedingt Störungen im Verkehrsablauf möglich. Das Referat Verkehr bittet alle Verkehrsteilnehmer in dieser Zeit den Bereich der Kurt-Schumacher-Straße mit erhöhter Aufmerksamkeit zu befahren.
In Gelsenkirchen weist die Messstation an der Kurt-Schumacher-Straße (KSS) hohe Belastungen mit Feinstaub und Stickstoffdioxid aus. Das Tagesmittel der Feinstaubfraktion PM10 von 50 μg/m³ wurde bislang an der Station KSS (VGES) bereits an 33 Tagen überschritten (Stand 22. August 2013). Erlaubt sind 35 Überschreitungen pro Jahr. Die Belastungen müssen im Hinblick auf die hier vorhandene Wohnbebauung unter dem Aspekt des Gesundheitsschutzes zwingend reduziert werden. Daher hat der Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz der Stadt Gelsenkirchen ein „Sechs-Punkte-Programm“ zur Verbesserung der lufthygienischen Situation verabschiedet. Teil dieses Programms ist unter anderem die Reduzierung der Geschwindigkeit auf der Kurt-Schumacher-Straße, die Optimierung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), das Abbinden von Nebenstraßen sowie die örtliche Verlagerung des Durchgangsverkehrs.