31. März 2017, 08:55 Uhr | Kulturraum "die flora"
Zwischen 2013 und 2015 entstand unter Regie des Kölner Dokumentarfilmes Martin Gerner der Film „Die kleinste Armee der Welt“, der sich auf skurrile, mitunter auch verstörende Art und Weise mit den Bildern und Klischees über Deutschland, über Afghanistan, über Fremd- und Selbstwahrnehmung, über Heimat und Fremdsein befasst. Der Film greift ungemein spannend und fokussierend in die Debatte um die deutsche Willkommenskultur ein. Nach dem Film diskutierten die Besucher/innen, darunter auch drei Berufsschüler, die vor kurzem aus Syrien geflüchtet sind, mit dem Regisseur. Bald eine Stunde lang dauerte die Diskussion, in der Martin Gerner die besondere Verantwortung der Menschen für eine gelingende Flüchtingsintegration betonte.
Martin Gerner war schon einmal, 2012, mit einem Film über junge Menschen in Afghanistan zu Gast in der flora. Auch damals beeindruckte seine Regiearbeit durch das Infrage stellen gewohnter Sichtweisen und das Aufzeigen differenzierter Blickwinkel.
Die Filmveranstaltung war ein Programmpunkt im Rahmen des Begegnungsprojekts „Neuanfang“, das der Deutsch-Türkische Freundeskreis mit dem Kulturraum „die flora“, dem Kommunalen Integrationszentrum Gelsenkirchen und weiteren Partnern im März/April 2017 durchführt.