08. Februar 2017, 10:54 Uhr | Stadt Gelsenkirchen
Diese Meldung ist vom 08. Februar 2017, 10:54 Uhr. Gegebenenfalls sind einzelne Inhalte oder der gesamte Artikel nicht mehr aktuell. Für aktuelle Meldungen der Stadt Gelsenkirchen klicken Sie bitte auf https://www.gelsenkirchen.de/aktuelles
Mit einem Vortrag über die Religionspolitik von Herzog Wilhelm (V.) von Jülich-Kleve-Berg endet die diesjährige wissenschaftliche Vortragsreihe im Schloss Horst am Dienstag, 14. Februar 2017 um 19 Uhr.
Als Referent konnte Prof. Dr. phil. Ralf-Peter Fuchs gewonnen werden, der als Professor für Landesgeschichte der Rhein-Maas-Region an der Universität Duisburg-Essen lehrt. Er berichtet über Herzog Wilhelm (V.) von Jülich-Kleve-Berg (1516-1592), dessen Herrschaftszeit von gewaltigen Umbrüchen geprägt war.
Als Landesherr über verschiedene Territorien am Niederrhein und in Westfalen sah Herzog Wilhelm sich mit Phänomenen der religiösen Pluralisierung konfrontiert, die viele seiner Zeitgenossinnen und Zeitgenossen mit einer unheilvollen „Spaltung der Kirche" gleichsetzten. Katholiken, Lutheraner und Reformierte, darüber hinaus auch Täufer und andere kleinere religiöse Gruppen versuchten auch in seinem Herrschaftsgebiet, jeweils ihren eigenen Vorstellungen von einer kirchlichen „Reformation" nachzugehen. Der Vortrag geht Fragen nach, welche Position Herzog Wilhelm dazu entwickelte und wie er versuchte, seine Länder angesichts einer durch den niederländischen Unabhängigkeitskrieg zunehmenden Gefahr vor Schaden zu bewahren.
Der Eintritt ist frei, weitere Informationen unter 0209 / 169-6163.